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Staatlicher Rettungsplan für Flughafen Kansai

Flughafen Kansai

Leere Hallen soweit das Auge reicht: Der Flughafen Kansai ist zu wenig ausgelastet. (flickr/Hyougushi)

Das japanische Transportministerium plant einen Rettungsplan für den Internationalen Flughafen Kansai in den Budgetantrag für das Fiskaljahr 2010 aufzunehmen. Die japanische Regierung unterstützt den Flughafen bereits heute jedes Jahr mit 9 Mia. Yen (ca. 67 Mio. Euro), damit dieser seine Kredite in Höhe von 1,1 Billionen Yen (ca. 8,15 Mia. Euro) bedienen kann. Das Ministerium für Land, Infrastruktur, Transport  und Tourismus möchte diesen Betrag um mehrere Milliarden Yen erhöhen, berichtet die Japan Times.

Finanzierung noch ungesichert

Der Flughafen leidet unter einer hohen Zinslast von 20 Mia. Yen (148 Mio. Euro) jährlich. Das Ministerium muss seinen Budgetantrag bis zum 31. August stellen. Falls es bis dahin nicht gelingt, die Höhe des Rettungsplans und dessen Finanzierungsquellen festzulegen, wird der Antrag ohne Details gestellt werden. Das Ministerium überlegt sich, den Rettungsplan teilweise aus dem Erlös von Aktienverkäufen des Internationalen Flughafens Narita zu finanzieren, welcher nächstes Jahr an die Börse gehen will.

Der 1994 eröffnete Flughafen Kansai liegt auf einer künstlichen Insel 5 Kilometer vor der Küste und bedient das Ballungsgebiet um Osaka. Er war für den 24-Stunden-Betrieb mit 2 Landebahnen konzipiert worden und sollte Seouls Internationalem Flughafen Incheon als Hub für Ostasien Konkurrenz machen. Doch kurz vor der Eröffnung platzte die damalige japanische Wirtschaftsblase und die Auslastung des Flughafens blieb seither weit unter den Erwartungen.

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