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Chinas Hunger nach Kokskohle heizt die Nachfrage an

Kohleschiff

Kohletransport auf dem Yangtze. (flickr/A-Wix)

Dem grössten Stahlproduzenten der Welt China droht im nächsten Jahr ein Mangel an verkokbarer Kohle für die Stahlproduktion. Deshalb wird China mehr Kohle einführen, was die Konkurrenz mit japanischen und südkoreanischen Stahlproduzenten anheizt.

In diesem Jahr stiegen Chinas Importe von verkokbarer Kohle um Faktor 12, weil die Regierung unsichere Kohleminen schliessen liess. Wenn die Weltwirtschaft 2010 die tiefste Rezession seit den dreissiger Jahren überwindet, dürfte die steigende Nachfrage nach verkokbarer Kohle die Preise um bis zu 38 Prozent ansteigen lassen, berichtet Bloomberg.

Chinas Importbedarf an verkokbarer Kohle dürfte 2010 um 5,6 Prozent auf 38 Millionen Tonnen steigen. Analysten erwarten ,dass die japanische Nachfrage um 14 Prozent auf 58 Millionen Tonnen ansteigen dürfte und diejenige von Südkorea um 17 Prozent auf 21 Millionen Tonnen. Mehrere chinesische und japanische Stahlproduzenten beteiligen sich deshalb an australischen Kohleminen.

Die chinesische Regierung begann 2008 kleinere Kohleminen zu schiessen, um die Sicherheitsbilanz zu verbessern, nachdem im Jahr 2007 3770 Kumpel in Chinas Minen ihr Leben liessen. 2008 förderte China 705,1 Millionen Tonnen verkokbare Kohle.

Ein weiterer Grund für die steigenden chinesischen Kohleimporte sind die Transportkapazitäten. Für Stahlwerke in Hafennähe ist es oft praktischer, die Kohle per Schiff aus Australien zu beziehen als sie auf dem überlasteten Bahnnetz aus einer anderen Region Chinas herbeizuschaffen.

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