News aus Japan, China und Korea

Ein Brief für Kim Jong-il

Blick über den Tuman nach Nordkorea. (flickr/wifarm)

Nordkorea hat einen 28-jährigen Amerikaner festgenommen, der illegal die Grenze zwischen China und Nordkorea passierte. Der Menschenrechtsaktivist Robert Park hatte am Weihnachtstag zu Fuss den zugefrorenen Grenzfluss Tumen überquert. Park ist koreanischer Abstammung und trug einen an Kim Jong-il adressierten Brief auf sich, in dem er den nordkoreanischen Diktator aufforderte, die Grenzen des isolierten Landes zu öffnen und alle politischen Gefangenen freizulassen.

Im März 2009 waren 2 amerikanische Journalistinnen verhaftet worden, nachdem sie über den Tumen nach Nordkorea gelangt waren. Sie wurden zu 12 Jahren Arbeitslager verurteilt, kamen jedoch im August 2009 frei, nachdem der ehemalige US-Präsident Bill Clinton nach Pjongjang flog, um Kim Jong-il zu treffen.

Ein Märtyrer für nordkoreanische Gefangene

Park habe vor seiner Abreise gegenüber Reuters gesagt, er wolle nicht, dass die amerikanische Regierung seine Freilassung erwirke; lieber werde er zum Märtyrer für gefangene Nordkoreaner, berichtet die Zeitung JoongAng Ilbo.

Südkoreanischen und amerikanischen Schätzungen zufolge hält Nordkorea in mehreren Konzentrationslagern insgesamt ca. 160’000 politische Gefangene fest. Nordkorea wird immer wieder wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert, doch das Land verneint die Existenz solcher Konzentrationslager konsequent.

Kommentar schreiben