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Hatoyama verliert den Rückhalt

Yukio Hatoyama beim Bad in der Menge im Wahlkampf 2009. (Bild: David Wiltschek)

Laut einer Umfrage der Asahi Shimbun ist die Zustimmungsrate für die Regierung Hatoyama von 62 im Vormonat auf 48 Prozent gesunken. Damit ist die kritische Marke von 50 Prozent erstmals unterboten worden. 74 Prozent der Befragten sind gar der Meinung, dass Premierminister Yukio Hatoyama nicht genügend Führungsqualitäten zeige. Nur noch 18 Prozent sind überzeugt von der Führungsstärke Hatoyamas.

Lediglich 24 Prozent der Wechselwähler unterstützten die Regierung, 45 Prozent entsagen ihr die Unterstützung. Damit ist der Anteil der Unzufriedenen zum ersten Mal höher.

Futenma, kaiserliche Audienz und Spendenskandal

Die ungelöste Frage um die Verlegung des US-Stützpunktes auf Futenma in Okinawa und der damit einhergehende diplomatische Zwist mit Washington ist ein Hauptgrund für den Absturz in den Zustimmungsraten. 60 Prozent halten Hatoyamas Vorgehen für nicht verständlich.

Der neue Umgang der Regierung mit dem japanischen Kaiserhaus hat ebenfalls eine Kontroverse in den Medien ausgelöst. Der japanische Kaiser Akihito musste auf Druck der Regierung den chinesischen Vizepräsidenten Xi Jingping empfangen, obwohl der Antrag für die Audienz nicht wie im Protokoll vorgeschrieben einen Monat im voraus gestellt worden war (Asienspiegel berichtete). Nur 39 Prozent sind einverstanden mit der Vorgehensweise der Regierung Hatoyama. Gar 51 Prozent kritisieren diese.

Auch die Affäre um den Spendenskandal von Premierminister Hatoyama hinterlässt Spuren. Noch hat die Hälfte der Befragten zwar kein Problem mit den nicht korrekt deklarierten Spendengeldern des damaligen Oppositionsführer Hatoyama. Doch bereits 44 Prozent sehen die unklare Haltung von Hatoyama als problematisch an.

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