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Kein Sex mit «nicht-existierenden Minderjährigen»

Zu viel Haut? Eine Szene aus «Ashita no Joe».

Eine Gruppe von Manga-Künstlern, darunter der bekannte Zeichner Tetsuya Chiba, Zeichner der Serie «Ashita no Joe», haben am Montag in Tokio ihrem Widerstand gegen eine umstrittene Gesetzesvorlage Ausdruck gegeben, die Darstellungen sexueller Art in Comics und Anime reglementieren soll.

Der Vorschlag kommt am Freitag zur Abstimmung und sieht vor, dass sexuelle Darstellungen «nicht-existierender Minderjähriger», fiktiver Figuren, welche als minderjährig eingeschätzt werden, eingeschränkt werden.

Die Zeichnerin Machiko Satonaka sagte gegenüber Reportern, die Vorlage falle unter die freie Meinungsäusserung und könne unterschiedlich ausgelegt werden. Sie sei schockiert, dass die Regierung sogar Comicfiguren reglementieren wolle, obwohl dabei niemand zu Schaden komme.

Kaum wirkungsvoll

Die Vorlage sieht vor, dass Werke, welche sexuelle Darstellungen mit Minderjährigen oder Vergewaltigungsszenen enthalten, als jugendgefährdend eingestuft werden und nicht an Minderjährige abgeben werden dürfen.

Kritiker sagen, das Gesetz liesse sich kaum wirkungsvoll durchsetzen, da Manga und Anime zunehmend auf Mobiltelefonen und Computern angeschaut werden. Die Politik tue besser daran, die tatsächliche Kinderpornographie in Japan zu bekämpfen.

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