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Teilt Kim Jong-il seine Macht?

Politisch geschwächt: Kim Jong-il bei einer Truppeninspektion.

Kim Jong-un, Kim Jong-ils jüngster Sohn und möglicher Nachfolger, wurde im März ins nordkoreanische Parlament gewählt. Dies berichten die südkoreanischen Zeitungen JoongAng Ilbo und Chosun Ilbo unter Berufung auf eine anonyme nordkoreanische Quelle in einem westlichen Land. Die Wahl ist ein weiterer Hinweis darauf, dass der 27-jährige Kim Jong-un die Macht von seinem gesundheitlich angeschlagenen Vater übernehmen soll.

Laut der Quelle ist der nordkoreanische Diktator Kim Jong-il politisch geschwächt, seit er im Sommer 2008 vermutlich einen Schlaganfall erlitten hat. Kim habe den Hardlinern in der nordkoreanischen Armee im Gegenzug für deren Anerkennung Jong-uns als seinem Nachfolger mehr Einfluss verschafft. So sei es möglicherweise dazu gekommen, dass ein nordkoreanisches U-boot das südkoreanische Marineschiff Cheonan versenkte.

Kollektive Führung mit Kim Jong-un als Repräsentationsfigur

Nordkorea befinde sich de facto bereits unter kollektiver Führung und die «Militär-zuerst»-Ideologie zeige, dass Nordkorea keine Ein-Mann-Diktatur mehr sei. «Nach Kim Jong-ils Tod wird eine kollektive militärische Führung die Macht übernehmen, welche wahrscheinlich Kim Jong-un als Repräsentationsfigur aufstellen wird», zitierte die Chosun Ilbo die anonyme Quelle.

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