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Der Magnetschwebebahn einen Schritt näher

Japans Zukunft: Der Magnetschwebe-Shinkansen auf der Teststrecke Yamanashi.

Das Bahnunternehmen JR Tokai macht mit dem Bauvorhaben eines Hochgeschwindigkeitsmagnetschwebebahn zwischen den Tokio und Nagoya vorwärts. Bislang standen 3 mögliche Routen für den Neubau zur Auswahl (Asienspiegel berichtete). Eine unabhängige Kommission hat sich aus wirtschaftlichen Gründen nun für die direkte Route zwischen den beiden Metropolen entschieden.

Für die Präfektur Nagano ist dieser Entscheid ein Rückschlag. Die Lokalregierung der japanischen Alpenregion erhofft sich mit einer etwas längeren Route eine Stimulierung ihrer angeschlagenen Wirtschaft. Die Kommission hat jedoch ausgerechnet, dass die Direktroute 5,5 Billionen Yen Kosten aufwerfen würde und der Wirtschaft langfristig 8,4 Billionen Yen einbringen würde. Die von Nagano bevorzugte Route würde derweil 6 Billionen Yen kosten und einen kleineren wirtschaftlichen Effekt von 7,5 Billionen Yen erbringen, schreibt die Yomiuri Shimbun.

Ein langfristiges Projekt

Die Direktroute wäre demnach nicht nur kürzer, sondern auch von einem wirtschaftlichen Standpunkt her sinnvoller, lautet die Schlussfolgerung der Kommission. Der vollständige Bericht wird spätestens nächsten Frühling dem Verkehrsministerium unterbreitet.

JR Tokia will mit dem Bau einer Magnetschwebebahn die Reisezeit zwischen Tokio und Nagoya auf 40 Minuten verkürzen. Der heutige Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen benötigt 100 Minuten. Der Bau der Strecke soll 2014/15 beginnen und 2027 abgeschlossen sein. Bis 2045 will JR Tokai die Magnetschwebebahn-Route zwischen Tokio und Osaka vervollständigen.

Hohe Kosten

Die grösste Hürde für das Projekt bleibt die Finanzierung. Die Baukosten sollen mit den Einnahmen der heutigen Shinkansen-Strecke zwischen Tokio und Osaka und einem langfristigen Darlehen bewältigt werden. ja.

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