News aus Japan, Taiwan und China

Die Angst vor dem nächsten Beben

Japan nach dem Erdbeben. (flickr/generationbass.com)

Japan nach dem Erdbeben. (flickr/generationbass.com)

In Japan steigen die Fälle bei denen Menschen unter Schwindelgefühlen und Desorientierung leiden, auch wenn die Erde nicht gerade am Beben ist. «Erdbeben-Trunkenheit» nennen es die Japaner. Der Seekrankheit ähnlich bekunden die Betroffenen Mühe mit dem Sehvermögen und dem Gleichgewichtssinn.

Die Erdbeben-Krankheit sei ein Phänomen, das bei vermehrten Nachbeben häufig auftrete, erklärt die Ärztin Etsuko Kita vom Japanese Red Cross University of Nursing der Asahi Shimbun. Dies sei bereits beim Erdbeben von Kobe zu beobachten gewesen. Die Betroffenen leben in der ständigen Angst vor einem erneuten Nachbeben. Durch diesen psychischen Stress verstärken sich schliesslich die Symptome.

Die einzige wirksame Behandlung gegen die Erdbebenkrankheit ist viel Ruhe. Auf dem Kurnachrichtenportal Twitter häufen sich inzwischen die Meldungen über Erdbebenkranke. «Ich verspüre schon die ganze Zeit solche Symptome», schreibt etwa Nutzer Tetora7. Toto_7 bestätigt dieses Phänomen: «Hinzu kommt noch ein Ohrensausen.» Andere pflichten den Empfehlungen der Ärzte bei. Tee trinken und die Beine ausstrecken, seien wirksame Mittel, um der Krankheit ein Ende zu setzen.

1 Kommentar

Trackbacks

  1. erdbebenkrank | tazblog

Kommentar schreiben