News aus Japan. Von Jan Knüsel.

Vorbeugen mit Jodsalz

Ob hier bald die grosse Förderung losgeht? Salz in Yuncheng, China. (flickr/drift would)

Ob hier bald die grosse Förderung losgeht? Salz in Yuncheng, China. (flickr/drift would)

Die Nuklearkatastrophe in Japan wirkt auch auf China: In drohender Angst vor der nuklearen Strahlung stehen die Leute Schlange für Salz. Die Gerüchte, dass Jodsalz die Strahlenverseuchung bis zu einem gewissen Grad reduzieren oder sogar verhindern kann, führen zu Hamsterkäufen in verschiedenen grösseren Städten Chinas. Wie BBC Chinese berichtet, nutzen Ladenbesitzer dabei die Gelegenheit, die Preise für Salz zu erhöhen. Kostete früher ein Paket Salz etwas mehr als 1 RMB, so sind es mancherorts nun mehr als 10 RMB (1 Euro).

Die nationale Salzindustrie-Gesellschaft deshalb rief die Händler dazu auf, die Salzversorgung aufrecht zu erhalten und die Preise zu kontrollieren. Zudem ermahnte sie die Bevölkerung über die Medien, auf Hamsterkäufe zu verzichten, um den Markt stabil zu halten. Sie informierte auch, dass die im Salz enthaltene Jodmenge viel zu gering sei, um eine eventuelle Strahlenbelastung zu unterbinden. Im besten Fall sei die Einnahme von Jodtabletten ratsam.

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