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Mit 505 km/h von Tokio nach Osaka

So sieht die Zukunft aus: Der Magnetschwebe-Shinkansen auf der Teststrecke Yamanashi.

So sieht die Zukunft aus: Der Magnetschwebe-Shinkansen auf der Teststrecke Yamanashi.

Der japanische Verkehrsminister Akihiro Ohata hat dem Bahnbetreiber JR Tokai die Konzession zum Bau der Magnetschwebebahn zwischen Tokio, Nagoya und Osaka erteilt. Damit ist das sogenannte Chuo-Shinkansen-Projekt, das seit 1973 in Planung ist, auf dem besten Weg zu seiner Realisierung. Mit einer Reisegeschwindigkeit von 505 Stundenkilometern wird die Reisezeit zwischen den beiden Metropolen auf 67 Minuten reduziert. Nach Nagoya werden es nur noch 40 Minuten sein.

Im Dezember werden erste umwelttechnische Gutachten für die Strecke durchgeführt. Auch Gespräche mit den entsprechenden Gemeinden, in denen Zwischenbahnhöfe zu stehen kommen, müssen noch abgeschlossen werden. Baubeginn soll im April 2014 sein. Geht es nach dem Bahnbetreiber wird die Strecke nach Nagoya bis 2027 fertig gebaut. Die Verlängerung nach Osaka wird voraussichtlich weitere 18 Jahre dauern.

Shinkansen soll Kosten tragen

Die hohen Baukosten über rund 9 Billionen Yen (78 Milliarden Euro) hat das Projekt in den letzten Jahrzehnten immer wieder verzögert. Eine neue Kostenbeurteilung, wonach die Magnetschwebebahnlinie mit den Einnahmen der heutigen Shinkansen-Hochgeschwindigkeits-Strecke zwischen Tokio und Osaka und einem langfristigen Darlehen finanziell bewältigt werden könne, hat die Regierung schliesslich zu einem Umdenken bewogen.

Für JR Tokai ist das offizielle OK der Regierung ein wichtiger Schritt. Man sei damit in die Realisierungsphase dieser «Traumlinie» eingetreten, heisst es in einer Medienmitteilung. Man werde nun für eine schnelle Umsetzung sorgen. Noch sei es aber bis zur definitiven Umsetzung «ein dorniger Weg».

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