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Japan tiefer gelegt

5 Meter nach Osten verschoben: Das Küstengebiet der Präfektur Miyagi. (Auszug: NHK)

5 Meter nach Osten verschoben: Das Küstengebiet der Präfektur Miyagi. (Auszug: NHK)

In einem 1890 erbauten Gebäude römischen Baustils in Nagata-cho im Tokioter Bezirk Chiyoda liegt der Referenzpunkt zur Höhenmessung in Japan. Hier im Parlamentspark ist der Nullpunkt des japanischen Vermessungsamts.

Auf einem stabilen Plateau gelegen, gilt die Stelle als relativ unverrückbar. Nur 2 Mal in der Geschichte musste die ursprüngliche Standardhöhe von 24,5 Metern über Meer angepasst werden. Zuletzt beim grossen Erdbeben vom 11. März 2011.

Historische Veränderung

Die schiere Kraft dieser Erschütterung und der Nachbeben haben Japans Erdboden um 2,4 Zentimeter absinken lassen, wie das Vermessungsamt bekannt gegeben hat. Der neue Höhenreferenzpunkt liegt nun offiziell noch bei 24,39 Metern über Meer.

Es ist die erste Anpassung seit dem grossen Erdbeben von 1923, als das Epizentrum unweit der japanischen Hauptstadt lag. Damals sank der Boden beim Höhenreferenzpunkt gleich um 8,6 Zentimeter auf 24,414 Meter über Meer.

In diesem historischen Gebäude aus der Meiji-Ziet liegt der Höhenreferenzpunkt. (wikimedia/ wiiii)

In diesem historischen Gebäude aus der Meiji-Ziet liegt der Höhenreferenzpunkt. (wikimedia/ wiiii)

5 Meter in Richtung Osten

Auch der Referenzpunkt für die Messung von Japans Längen- und Breitenkreise in Azabudai im Tokioter Bezirk Minato hat gemäss dem Vermessungsamt eine Verschiebung erfahren. Um ganze 27 Zentimeter wurde er durch das Erdbeben vom 11. März nach Osten verschoben.

An 45’000 Stellen in der Region Kanto und im Nordosten des Landes, das am stärksten vom Erdbeben betroffen war, haben die Behörden eine Verschiebung aufgezeichnet. In der Präfektur Miyagi wurde der Boden gar um bis zu 5 Meter in Richtung Osten verrückt.

Es ist das erste Mal überhaupt, dass gleich beide Referenzpunkte durch ein Ereignis verschoben wurden.

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