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Der Kakerlaken-Betrüger

Haben in Nudeln nichts verloren: Kakerlaken. (Screenshot: ETTV)

Haben in Nudeln nichts verloren: Kakerlaken. (Screenshot: ETTV)

Ein Taiwaner wird des Betrugs mittels einer toten Kakerlake beschuldigt. Der Mann soll sich dank des Insektes umgerechnet 400 Euro von einem taiwanischen Nobelhotel ergaunert haben. Die Untersuchungsbehörden sind ihm aber erst nach weiteren Versuchen auf die Schliche gekommen.

Der von der Taipeher Staatsanwaltschaft angeklagte Chen Qizhong soll im August des vergangenen Jahres im Restaurant des Grand Hyatt Hotels absichtlich eine tote Kakerlake in seine Spaghetti gelegt haben. Darauf habe er sich beim Management beschwert und 16’000 Taiwan Dollar – umgerechnet rund 400 Euro – als Kompensation für sein erlittenes Trauma gefordert haben. Das Hotel soll dem Gast die verlangte Summe dann auch ausgehändigt haben, um den Vorfall rasch zu beenden, berichtet die taiwanische Tageszeitung Liberty Times.

Wohl über seinen Erfolg erfreut, versuchte der Mann noch in der selben Nacht erneut sein Glück. Er bestellte eine Mahlzeit in der Latutide 25 Bar des Le Meridien Hotel in Taipeh und beschwerte sich erneut über die tote Kakerlake in seinem Abendessen. Wegen des angerichteten psychologischen Schadens verlangte der Gast erneut 16’000 Taiwan Dollar. Die Angestellten versprachen ihm, seine Forderung weiter zu leiten, so der Fernsehsender ETTV.

Der entscheidende Fehler

Wohl frustriert dass es beim zweiten Mal nicht auf Anhieb klappte, ging der Mann rund 2 Wochen später in ein weiteres Hotel. In der Hotelbar des Sheratons Taipeh versuchte er seinen Kakerlaken-Trick, was ihm gemäss den Untersuchungsbehörden zum Verhängis wurde. Denn das Sheraton und Le Meridien gehören zur selben Hotelgruppe, dem Management kamen die beiden Kakerlaken-Vorfälle mit Geldforderungen innert so kurzer Zeit verdächtig vor. Als sich auch noch das Grand Hyatt meldete, entschlossen sie sich Chen anzuzeigen.

Chen Qizhong bestreite die Vorwürfe des Betrugs und versuchten Betrugs, so ETTV. Die Taipeher Staatsanwaltschaft hofft ihn nun mittels einer Videoaufzeichnung, Aussagen der Hotelangestellten, sowie einem Foto der toten Kakerlake zu überführen.

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