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FKK für Taiwan

Angezogene Badegäste am Masagostrand. (Screenshot: CTS)

Angezogene Badegäste am Masagostrand. (Screenshot: CTS)

Im südtaiwanischen Tainan hat die regionale Landschaftsbehörde vorgeschlagen, eine Nacktzone am bekannten Masago-Strand einzurichten, schreibt die taiwanische Zeitung Liberty Times. Die Idee dahinter: mit Taiwans erstem FKK-Strand will man mehr Touristen anlocken.

Zuvor berichteten einige taiwanische Medien über Westler, die am besagten Strand splitternackt ins Meer sprangen oder sich hüllenlos am Ufer sonnten. Taiwanischen Augenzeugen sei die Schamesröte ins Gesicht gestiegen, berichtet ein Journalist der Liberty Times.

Eine Besonderheit

Der Chef der Nationalen Landschaftsbehörde der Südwestküste, Cheng Rong-fong sieht dies weniger dramatisch. Gegenüber der Taipei Times sagte er, dass Nacktbaden an sich nicht verboten sei. Cheng verweist auf die in Taiwan zahlreichen und vor allem im Winter äusserst beliebten heissen Quellen, in denen die Besucher ebenfalls oft nackt seien.

Mit einer FKK-Zone hätte der Strand ausserdem eine Besonderheit vorzuweisen, nachdem andere Strände in Taiwan etwa Musikfestivals veranstalteten.

Wichtig sei, so Cheng, die Nacktzone von den anderen Badegästen mit hohen Zäunen abzuschirmen. Die Schwierigkeit liege vor allem darin, damit den Zugang zum Strand nicht zu blockieren. Seine Behörde habe dazu bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, so Cheng.

Die Gegner

Der Bürgermeister von Tainan, Lai Qingde zeigt sich dagegen zurückhaltend: die einheimischen Strandbesucher seien wahrscheinlich nicht so offen wie ausländische Schwimmer, die gerne nackt im Meer badeten. Man dürfe nicht wegen ein paar wenigen FKK-Freunden all die anderen Strandgänger vergraulen, so Cheng. Nur um hinzuzufügen, dass womöglich mehr neugierige Besucher als Nacktschwimmer kommen würden.

Erst Anfang Juni wurde der Strand nach wiedereröffnet, nachdem die Lokalregierung umgerechnet rund 2,7 Millionen Euro ausgegeben hatte, berichtet der TV-Sender CTS. Am Eröffnungstag hätten Frauen im Bikini keinen Eintritt bezahlen müssen, so der Sender.

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