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263’727 weniger Menschen

Es werden immer weniger: An einer Kreuzung in Tokio. (Screenshot: Kenski1970)

Es werden immer weniger: An einer Kreuzung in Tokio. (Screenshot: Kenski1970)

Japan zählt gemäss dem Ministerium für Inneres und Kommunikation exakt 126’659’683 Einwohner. Damit gehört Japan bezüglich Bevölkerungszahl immer noch zu den Top 10 Ländern der Welt. Doch es geht kontinuierlich abwärts. Vor wenigen Jahren zählte Japan noch über 128 Millionen Menschen. Seit 2010 werden es jedoch immer weniger.

Innerhalb der letzten 12 Monate ist die Einwohnerzahl um rekordhohe 263’727 Personen beziehungsweise 0,21 Prozent geschrumpft. Die Zahl der Neugeburten war mit 1’049’553 noch nie so tief. Demgegenüber stehen 1’256’125 Todesfälle, auch das ist wiederum ein Rekordwert in die gegenteilige Richtung. Ausserdem sind 57’155 Menschen aus Japan weggezogen.

Der Tsunami vom 11. März 2011, der über 19’000 Toten forderte, hinterlässt in dieser Statistik zweifellos seine Spuren. Es verwundert auch nicht, dass die Präfektur Fukushima im vergangenen Jahr den grössten Einwohnerrückgang zu verzeichnen hat (Asienspiegel berichtete). Gleich 44’281 Personen haben der arg gebeutelten Region den Rücken gekehrt.

Vom Land in die Stadt

In Japan zählen einzig noch die urbanen Regionen Tokio, Nagoya und Osaka einen Zuwachs. Auf der Suche nach Arbeit ziehen die jungen Japaner in die grossen Wirtschaftszentren. Ganze 64’288’100 Menschen wohnen alleine in diesen 3 Metropolregionen. Das sind bereits über die Hälfte der Gesamtpopulation.

Das Nachsehen haben die ländlichen Regionen. Sie kämpfen bereits seit Jahrzehnten den Bevölkerungsschwund, mit manchmal kreativen Mitteln (Asienspiegel berichtete).

2048 weniger als 100 Millionen

Gemäss dem National Institute of Population and Social Security Research wird sich diese Entwicklung noch beschleunigen. Bereits heute sind 23,43 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt.

Als Folge dessen wird es im Jahr 2048 erstmals seit langer Zeit weniger als 100 Millionen Japaner geben. 2060 wird die Zahl gar auf 86,74 Millionen sinken, mit allen wirtschaftlichen Konsequenzen (Asienspiegel berichtete).

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