News aus Japan, China und Korea

Dossier: AKW

Am 5. Mai 2012 wurde im AKW Tomari der letzte der 50 Reaktoren in Japan abgeschaltet. In Japan müssen die Atomreaktoren alle 13 Monate für Unterhalts- und Kontrollarbeiten angehalten werden. Normalerweise reicht fürs Hochfahren ein Einverständnis der Regierung in Tokio. Nach der AKW-Katastrophe von Fukushima weigerten sich aber die lokalen Regierungen und Einwohner ihre Reaktoren wieder anzuschalten. Nach monatelangen Verhandlungen entschied sich die Regierung trotz starker Kritik aus der Öffentlichkeit und Politik am 16. Juni 2012 die Reaktoren 3 und 4 des AKW Oi wieder hochzufahren. 48 Reaktoren bleiben weiterhin abgeschaltet. Die neu gegründete unabhängige Nukleare Regulierungsbehörde wird künftig über die Sicherheit der AKW entscheiden. Derweil erfährt mit der Wahl von Shinzo Abe zum neuen Premierminister die Atomlobby wieder Rückenwind. Abe hat angekündigt, weiterhin auf die Nuklearenergie setzen zu wollen.

  • Der Atom-Minister

    29. Dezember 2012    

    Neuer Umweltminister und damit zuständig für Japans AKW-Sicherheit ist Nobuteru Ishihara – ein erklärter Befürworter der Atomenergie, der die Protestbewegung als Massenhysterie abtut.

  • Wie weiter, Atomenergie?

    18. Dezember 2012    

    Obwohl eine Mehrheit der Japaner den Atomausstieg befürwortet, hat mit der LDP hat die AKW-Partei schlechthin die Wahlen gewonnen. Wie ist das zu erklären?

  • Ein Roboter für Fukushima

    23. November 2012    

    Im havarierten AKW Fukushima sind noch immer einige Orte wegen der hohen Verstrahlung für die Rettungskräfte nicht erreichbar. Ein vierbeiniger Roboter soll nun Abhilfe verschaffen.

  • Die verbotene Anti-AKW-Demo

    10. November 2012    

    Der Hibiya-Park ist einer der symbolträchtigsten Orte für Japans Demokratie. Auch die AKW-Bewegung hat hier demonstriert. Doch nun verweigert ihr Tokio eine weitere Grossdemo.

  • Eine Abrechnung mit Tokio

    6. November 2012    

    Eine Hilferuf über Youtube machte den Bürgermeister von Minamisoma nach dem 11. März 2011 weltberühmt. 1,5 Jahre nach der Dreifachkatastrophe zeigt er sich frustriert über Japans Politik und Medien.

  • Achtung AKW!

    30. Oktober 2012    

    In Japan müssen alle Ortschaften, die näher als 30 Kilometer von einem AKW entfernt liegen, Evakuierungspläne für den Notfall ausarbeiten. Eine Stadt zeigt sich mit einer Sofortmassnahme besonders kreativ.

  • Die Super-GAU-Simulation

    26. Oktober 2012    

    Japans neue Nukleare Regulierungsbehörde hat 16 AKW auf ihre Strahlengefahr bei einem Super-GAU geprüft. In einem Fall wäre gar die alte Kaiserstadt Kyoto direkt betroffen.

  • Der AKW-Bau vor der Grossstadt

    4. Oktober 2012    

    Das kleine Dorf Ohma am Nordzipfel der Hauptinsel Honshu hat seine Einwilligung zum Weiterbau des lokalen AKW gegeben. Die Nachbarstädte sind erbost darüber.

  • Der rechte AKW-Gegner

    2. Oktober 2012    

    Manga-Autor Yoshinori Kobayashi ist berühmt für seine nationalistischen Ansichten. In seinem neusten Buch überrascht er jedoch alle. Er ist zum entschlossenen AKW-Gegner geworden.

  • «Ich will die AKW schnell beseitigen»

    1. Oktober 2012    

    Als Wirtschaftsminister hat Yukio Edano zur Verwirrung über die japanische Atompolitik beigetragen. Nun fordert er in einem Buch überraschend den raschen Atomausstieg.

  • Sayonara Atomausstieg

    20. September 2012    

    Nur wenige Tage nach dem erklärten Atomausstieg bis 2040 krebst die japanische Regierung zurück. Plötzlich will sie nichts mehr davon wissen. Die Wirtschaftslobby lässt ihre Muskeln spielen.

  • Neue Atomreaktoren für Japan

    18. September 2012    

    Die japanische Regierung will die nach Fukushima eingestellten Bauarbeiten an drei neuen AKW wieder aufnehmen – und dies trotz erklärtem Atomausstieg bis 2040. Für Tokio ist das kein Widerspruch.

  • Der aufgeschobene Atomausstieg

    14. September 2012    

    Die Regierung legt einen Entwurf zum Atomausstieg vor, inklusive Investitionsprogramm in saubere Energien. Das Vorhaben lässt jedoch einige Fragen offen.

  • Die Sorge um Fukushimas Kinder

    28. August 2012    

    Ein Drittel der untersuchten Kinder in Fukushima zeigen Veränderungen in der Schilddrüse auf. Nun soll eine nationale Studie Klarheit schaffen.

  • Das Aus für Japans AKW-Koloss?

    27. August 2012    

    Kashiwazaki-Kariwa ist der Koloss unter Japans Atomkraftwerken. Eine Bürgerbewegung will per Referendum dessen Abschaltung herbeiführen. Die notwendigen Unterschriften dazu sind zusammen.