News aus Japan, China und Korea

Dossier: AKW

Am 5. Mai 2012 wurde im AKW Tomari der letzte der 50 Reaktoren in Japan abgeschaltet. In Japan müssen die Atomreaktoren alle 13 Monate für Unterhalts- und Kontrollarbeiten angehalten werden. Normalerweise reicht fürs Hochfahren ein Einverständnis der Regierung in Tokio. Nach der AKW-Katastrophe von Fukushima weigerten sich aber die lokalen Regierungen und Einwohner ihre Reaktoren wieder anzuschalten. Nach monatelangen Verhandlungen entschied sich die Regierung trotz starker Kritik aus der Öffentlichkeit und Politik am 16. Juni 2012 die Reaktoren 3 und 4 des AKW Oi wieder hochzufahren. 48 Reaktoren bleiben weiterhin abgeschaltet. Die neu gegründete unabhängige Nukleare Regulierungsbehörde wird künftig über die Sicherheit der AKW entscheiden. Derweil hat mit Premierminister Shinzo Abe die Atomlobby wieder Rückenwind erfahren. Abe hat angekündigt, weiterhin auf die Nuklearenergie setzen zu wollen. Seit Juli sind die strengeren Sicherheitsregulierungen der neu erschaffenen Nuklearen Regulierungsbehörde in Kraft. Die Stromproduzenten geben Milliarden aus, um ihre AKW diesen neuen Standards anzupassen. 10 Reaktoren werden derzeit geprüft, ob sie wieder ans Netz genommen werden sollen. Es ist jedoch nicht mit einem Entscheid vor 2014 zu rechnen.

  • Kohle und Gas für Japan

    18. Oktober 2013    

    In Japan sind zurzeit alle 50 AKW-Reaktoren abgeschaltet. Mit konventionellen Wärmekraftwerken stillt das Land den Energiehunger. Nun soll eine Reihe von Gaskraftwerken hinzukommen.

  • 40’000 gegen die Atomenergie

    15. Oktober 2013    

    Die anhaltenden Probleme in Fukushima und Shinzo Abes fahrlässige Aussage haben in Tokio zum grössten AKW-Protest seit langem geführt. Derweil dauern die AKW-Sicherheitstests noch eine ganze Weile an.

  • Koizumis Erbe

    10. Oktober 2013    

    Ex-Premier Junichiro Koizumi hat sich zum AKW-Gegner gewandelt. Sohn und Politiker Shinjiro Koizumi, die grosse Nachwuchshoffnung der LDP, zieht nach und setzt damit Premier Shinzo Abe unter Druck.

  • AKW-Gegner Koizumi

    3. Oktober 2013    

    Japans langjähriger Premier Junichiro Koizumi sorgt für ungewöhnliche Schlagzeilen. Der ehemalige Mentor des aktuellen Regierungschefs Shinzo Abe hat sich zum entschiedenen AKW-Gegner gewandelt.

  • Alles unter Kontrolle?

    24. September 2013    

    Die Situation in Fukushima sei unter Kontrolle, versicherte Japans Premier bei der Vergabe der Sommerspiele. Die Aussage sorgt für viel Kontroverse. Eine Sperrzonenstadt ist erzürnt.

  • Atomstromfrei zum Zweiten

    15. September 2013    

    Seit heute ruhen in Japan alle 50 Reaktoren. Der AKW-Null-Zustand könnte erstmals bis in den Winter andauern. Ein Betreiber warnt bereits vor Ausfällen.

  • Glücksfall Olympia

    9. September 2013    

    Tokio wird die olympischen Sommerspiele 2020 austragen. Die Zusage ist in vielerlei Hinsicht ein Glücksfall – auch für die anhaltende Krise im zerstörten AKW Fukushima.

  • Nur noch ein AKW-Reaktor aktiv

    4. September 2013    

    Seit gestern ist in Japan nur noch der Reaktor Nummer 4 des AKW Oi in Betrieb. In zwei Wochen wird auch dieser abgeschaltet. Dann herrscht in Japan für längere Zeit wieder der AKW-Null-Zustand.

  • «Wie eine Wohnung ohne Toilette»

    17. August 2013    

    Die japanische Regierung setzt weiterhin auf die Atomenergie. Doch nun kommt ausgerechnet aus den eigenen Reihen Zweifel am künftigen Umgang mit den AKW auf.

  • Inserate gegen den AKW-Export

    8. August 2013    

    Regierung und Atomlobby treiben mit grossen Schritten den Export der japanischen AKW-Technologie ins Ausland voran. Ein japanisches Magazin hat nun ein klares Signal gegen diese Politik gesetzt.

  • Anti-Atom-Proteste in China

    22. Juli 2013    

    Chinas Ausbau der Atomenergie schreitet voran. Dabei hat die Regierung die Rechnung ohne die Bevölkerung gemacht. In Guangdong werden nach massiven Protesten Atompläne gestoppt.

  • Japan stellt die Weichen

    21. Juli 2013    

    Premierminister Shinzo Abe ist der grosse Sieger der Oberhauswahlen. Seine Regierungskoalition hat nun in beiden Häusern die Mehrheit. Was diese Wahlen für Japan bedeuten.

  • Randnotiz Fukushima

    20. Juli 2013    

    Gemäss einer Umfrage glauben 57 Prozent der Japaner, dass es wieder zu einem AKW-Unfall kommen könnte. Trotzdem wird bei den Oberhauswahlen die AKW-Partei schlechthin gewinnen. Wie ist das zu erklären?

  • Ein Gouverneur gegen TEPCO

    6. Juli 2013    

    TEPCO will sein letztes funktionierendes AKW, das in der Präfektur Niigata liegt, wieder in Betrieb nehmen. Doch ausgerechnet hier ist der Widerstand gross. Selbst der Gouverneur von Niigata hält nichts von TEPCOs Plan.

  • Gemächliche AKW-Kontrollen

    28. Juni 2013    

    48 von 50 Reaktoren sind in Japan zurzeit abgeschaltet. Geht es nach den AKW-Betreibern sollen möglichst bald wieder 12 Reaktoren hochgefahren werden. Doch dies könnte länger dauern, als ihnen lieb ist.