Ita­li­en ent­schul­digt sich bei Japanern

flickr/​ecamCharme-Offen­si­ve: Tou­ris­mus­mi­nis­te­rin Bram­bil­la kämpft für ein gast­freund­li­ches Italien.

Die ita­lie­ni­sche Tou­ris­mus­mi­nis­te­rin, Miche­la Vit­to­ria Bram­bil­la, hat sich für einen Abzo­cker-Skan­dal in einem römi­schen Restau­rant, bei dem ein japa­ni­sches Tou­ris­ten­paar um meh­re­re hun­dert Euro betro­gen wur­de, offi­zi­ell entschuldigt.

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«Die ita­lie­ni­sche Regie­rung wird die Prei­se der Restau­rants und Hotels genau kon­trol­lie­ren und eine Auf­sichts­be­hör­de schaf­fen, um die Rech­te unse­rer Rei­se­gäs­te zu schüt­zen», gelob­te Bram­bil­la in einem offi­zi­el­len Schrei­ben an die japa­ni­sche Bevölkerung.

Vor ein paar Wochen wur­de einem japa­ni­schen Ehe­paar im berühm­ten Restau­rant Pas­set­to in der Nähe der Piaz­za Navo­na nach einem Mit­tag­essen eine über­ris­se­ne Rech­nung von 695 Euro vor­ge­legt. So sei­en nun ein­mal die Prei­se, habe der Wirt behaup­tet. Scho­ckiert über die­se dreis­te Abzo­cke­rei, mel­de­te das Paar den Fall der Poli­zei. Die­se liess das Lokal umge­hend schlies­sen und erstat­te­te gegen den Restau­rant-Besit­zer Anzeige.

Ram­po­nier­ter Ruf

Nun hat Bram­bil­la das betro­ge­ne Ehe­paar auf Kos­ten der Regie­rung nach Rom ein­ge­la­den: «Wir wol­len ihnen bewei­sen, dass Ita­li­en ein wun­der­ba­res Land der Gast­freund­schaft ist.» Die Tou­ris­mus­mi­nis­te­rin reagier­te, nach­dem der Abzo­cker-Skan­dal wäh­rend Tagen in den japa­ni­schen Medi­en kur­sier­te und sich vie­le empör­te Japa­ner über den schlech­ten Ser­vice in Ita­li­en beklagten.

Tat­säch­lich ist Ita­li­en als Rei­se­ziel in der Gunst der japa­ni­schen Tou­ris­ten regel­recht abge­stürzt. Die Zahl der Besu­cher aus Japan ist seit 1997 um mehr als die Hälf­te gesun­ken (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Nun ver­sucht Ita­li­en in einer Image-Kam­pa­gne ihren beschä­dig­ten Ruf mög­lichst schnell zu korrigieren.

Noch bleibt dem ita­lie­ni­schen Tou­ris­mus-Minis­te­ri­um eine klei­ne Hür­de, um das Ehe­paar einzuladen:«Leider besit­zen wir kei­ne Kon­takt­adres­se des Ehe­paa­res. Ger­ne möch­ten wir die­se in Erfah­rung brin­gen.» Auch die­ses Pro­blem wird zwei­fels­oh­ne zu lösen sein.

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