Japan im H&M-Fieber

flickr/ shokModisch und billig: H&Ms Erfolgskonzept kommt auch in Japan gut an.

Am 19. September 2009 hat H&M seine neuste Filiale im Tokioter Stadtviertel Shibuya eröffnet. Bis Ende Jahr wird es bereits sechs Läden in der Grossregion Tokio geben und für nächsten Frühling ist der erste H&M-Ableger im Zentrum Osakas geplant.

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«Allein in einem halben Jahr haben wir mit unseren Filialen in Ginza und Harajuku einen Umsatz von 6 Milliarden Yen (rund 45 Mio. Euro) gemacht» freut sich Christine Edman, die Chefin von H&M Japan, über den Erfolg und bestätigt gleich weitere Expansionsabsichten: «Wir planen weltweit unsere Geschäfte um 5 bis 10% zu erweitern und auch in Japan möchten wir uns nicht nur auf die grossen Stadtzentren beschränken.»

5'000 Leute bei der Eröffnung

So ist die vor zweiten Tagen lancierte Eröffnung der dritten H&M-Filiale in der an Tokyo angrenzenden Präfektur Saitama ein erstes Beispiel dafür. Sie befindet sich in einem Shoppingkomplex mit insgesamt 178 Läden. Am Tag der Eröffnung haben sich 800 Leute angestellt.

Als die erste japanischen H&M-Filiale am 13. September des vergangenen Jahres im schicken Tokioter Stadtteil Ginza eröffnete, standen gar 5'000 Leute für den Eintritt ins Modehaus an.

Konkurrenz für Uniqlo

Die Expansion von H&M, das junge und kauffreudige Leute anzieht,  stellt insbesondere für die japanische Modekette Uniqlo eine starke Konkurrenz dar.

Der japanische Kleiderhersteller ist bekannt für seine simplen Designs und verhältnismässig günstigen Preisen. Im Angebot stehen in erster Linie Fashionbasics, aufgrund dessen auch mal behauptet wird Uniqlo würde der Pfiff fehlen. Uniqlo hat vor einem halben Jahr mit der Anstellung von Jil Sander als neue Designerin auf diese Kritik reagiert und sich damit gegen die neue Konkurrenz aus Schweden gerüstet.

Kritische Stimmen

Aber noch langen sind nicht alle davon überzeugt, ob H&M die richtige Antwort auf Uniqlo ist. So wies etwa Mike Fiorella, der Verfasser des Trendblogs «Japan Marketing News» vergangenes Jahr darauf hin, dass Japaner äusserst geschickt darin wären schlecht hergestellte Kleidungsstücke zu erkennen und zudem wäre es ihnen in der Regel auch wichtig qualitativ gute Kleidung zu tragen.

Folglich würde ihr Interesse früher oder später an den Massenfabrikaten des H&M, dem teilweise immer noch das Image von schlechter Qualität anhaftet, verblassen.

H&M ist zufrieden

Im Moment sprechen die Zahlen für H&M, das 1800 Filialen in 34 Ländern unterhält. Christine Edman zeigt sich dementsprechend zufrieden über die Entwicklung in Japan: «Die Reaktionen der Japaner auf unseren Markteintritt übertreffen bei weitem unsere Erwartungen.» sb.

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