Alte Alko­ho­li­ker

flickr/​uichanAlko­hol wird für vie­le älte­re Men­schen in Japan zu einem Problem.

Eine stei­gen­de Zahl betag­ter Men­schen in Japan lei­det unter Alko­ho­lis­mus. Das japa­ni­sche Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um schätzt die Zahl der Alko­ho­li­ker in Behand­lung auf 800’000. 4,4 Mil­lio­nen wei­te­re Men­schen befin­den sich im Anfangs­sta­di­um einer Alkoholabhängigkeit.

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Eine Umfra­ge unter 11 auf die The­ra­pie von Alko­ho­lis­mus spe­zia­li­sier­ten Kli­ni­ken ergab, dass die Zahl der über 60-Jäh­ri­gen, wel­che wegen Alko­hol­ab­hän­gig­keit behan­delt wer­den, seit 1997 um 40 Pro­zent zuge­nom­men hat. Der Anteil der Betag­ten unter den Alko­ho­li­kern in The­ra­pie stieg eben­falls von 23,3 auf 26,7 Prozent.

Risi­ko Alkohol

Für älte­re Men­schen ist der Alko­ho­lis­mus ein beson­de­res Risi­ko. «Wenn Men­schen älter wer­den, funk­tio­niert die Leber nicht mehr so gut und sie ver­tra­gen den Alko­hol schlech­ter. Älte­re Men­schen kön­nen dann schnell abhän­gig wer­den», sag­te Sus­u­mu Higu­chi von der Kuri­ha­ma Alko­hol­kli­nik. «Sie wer­den gebrech­lich und die Gefahr steigt, dass sie aus­rut­schen oder fal­len, wenn sie getrun­ken haben».

Higu­chi sag­te auch, dass vie­le in die Alko­hol­ab­hän­gig­keit abglei­ten, ohne dass es ihr Umfeld bemerkt. Älte­re Men­schen machen kei­nen Auf­ruhr, wenn sie betun­ken sind, son­dern trin­ken still wei­ter. Weil ihr Ver­hal­ten auf den ers­ten Blick nicht pro­ble­ma­tisch erscheint, wird die Abhän­gig­keit lang­sam schwe­rer, ohne dass es jeman­dem auffällt.

Gute Chan­cen auf Heilung

Über­mäs­si­ger Alko­hol­kon­sum kann zu Leber­zir­rho­se und ande­ren Erkran­kun­gen der Orga­ne füh­ren. Aller­dings haben älte­re Men­schen eine höhe­re Hei­lungs­ra­te, einer­seits weil sie weni­ger gesell­schaft­li­che Anläs­se haben, um zu trin­ken und weil sie im All­ge­mei­nen eine hohe Sozi­al­mo­ral haben.

«Am wich­tigs­ten ist es, die Pati­en­ten in einem frü­hen Sta­di­um zu behan­deln. Alko­ho­li­ker ten­die­ren dazu, zu behaup­ten, sie hät­ten kein Pro­blem mit dem Alko­hol, aber wenn jemand sei­nen Alko­hol­kon­sum nicht mehr kon­trol­lie­ren kann, soll­ten sie sobald wie mög­lich einen Arzt auf­su­chen», sag­te Higuchi.

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