flickr/​Tambako the Jagu­arLand­schaft beim Walen­see, Schweiz.

Das am 1. Sep­tem­ber in Kraft getre­te­ne Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen der Schweiz und Japan stel­le für japa­ni­sche Expor­te und Inves­ti­tio­nen einen Tür­öff­ner zum euro­päi­schen Markt dar, sag­te Bun­des­rä­tin Doris Leu­thard anläss­lich ihres Besuchs in Tokio. Die Gesprä­che über ein Frei­han­dels­ab­kom­men zwi­schen Japan und der EU befin­den sich noch im Anfangs­sta­di­um. Japan droht des­halb gegen­über Süd­ko­rea ins Hin­ter­tref­fen zu gera­ten, das sich im Juli mit der EU auf ein Frei­han­dels­ab­kom­men geei­nigt hat, wel­ches vor­aus­sicht­lich Mit­te 2010 in Kraft tre­ten wird.

Ers­tes Frei­han­dels­ab­kom­men mit euro­päi­schem Land

Das Frei­han­dels­ab­kom­men mit der Schweiz ist das ers­te Frei­han­dels­ab­kom­men Japans mit einem euro­päi­schen Land. Oft schei­ter­ten die Ver­hand­lun­gen über Frei­han­dels­ver­trä­ge an Japans Unnach­gie­big­keit bei den Tari­fen für Land­wirt­schafts­pro­duk­te, um die hei­mi­schen Bau­ern vor güns­ti­gen Impor­ten zu schützen.

Die Schweiz hat mit der EU bila­te­ra­le Ver­trä­ge über die poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che und kul­tu­rel­len Bezie­hun­gen abge­schlos­sen und ist wirt­schaft­lich stark in den euro­päi­schen Markt inte­griert. Japa­ni­sche Fir­men mit Haupt­sitz in der Schweiz fän­den des­halb leich­ter Zugang zu den euro­päi­schen Märk­ten, sag­te Leuthard.