«Schlim­mer als nach dem Plat­zen der Wirtschaftblase»

flickr/​smakuDunk­le Zei­ten: Die Kauf­häu­ser sind in der Krise.

Der Ver­band der Kauf­häu­ser gibt auch für den Monat August einen beträcht­li­chen Ertrags­rück­gang im Ver­gleich zum Vor­jahr bekannt. Prak­tisch alle gros­sen Kauf­haus­grup­pen haben einen Umsatz­rück­gang um durch­schnitt­lich 12 Pro­zent zu ver­kraf­ten. Umsät­ze und Betriebs­ge­win­ne sind mas­siv geschrumpft. Spe­zi­ell die Güter mit einer hohen Ren­ta­bi­li­tät wie Klei­der und Schmuck erle­ben momen­tan eine gros­se Flau­te. Alle Stra­te­gi­en zur Über­win­dung der Kri­se sind bis­her fehlgeschlagen.

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«Die momen­ta­ne Lage ist dra­ma­ti­scher als nach dem Plat­zen der Wirt­schafts­bla­se Anfang der 1990er Jah­re», sagt ein besorg­ter Tsu­to­mu Oku­da, Prä­si­dent der Hol­ding J.Front Retailing, die im Besitz von so tra­di­ti­ons­rei­chen Kauf­haus­ket­ten wie Dai­ma­ru und Matsuz­a­ka­ya ist.

Man habe die Prei­se für Luxugü­ter gesenkt, das Ange­bot an Frei­zeit­klei­dern für jun­ge Leu­te aus­ge­baut und selbst die Prei­se für Klei­der pri­va­ter Mode­mar­ken habe man her­un­ter­ge­schraubt. Eine Ertrags­er­ho­lung sei den­noch nicht ein­ge­trof­fen. Der Umsatz von J.Front Retailing ist um 13,3 Pro­zent auf 479,8 Mil­li­ar­den Yen (3,6 Mil­li­ar­den Euro), der Betriebs­ge­winn gar um 53,9 Pro­zent auf 6,7 Mil­li­ar­den Yen (50 Mil­lio­nen Euro) eingebrochen.

Ver­lust für Mitsukoshi

Der Kon­kur­renz geht es nicht bes­ser. Seven & i Hol­dings muss­te bereits zwei gros­se Kauf­häu­ser schlies­sen. Im August fiel Sogo Shin­sai­ba­shi in Osa­ka und im Sep­tem­ber Sei­bu Sap­po­ro der beschleu­nig­ten Umstruk­tu­rie­rung zum Opfer. Seit kur­zem arbei­ten die haus­ei­ge­nen Kauf­häu­ser und Super­markt­ket­ten im Lebens­mit­tel­be­reich enger zusam­men. Noch zei­ti­gen die neu­en Syn­er­gi­en kei­ne Wirkung.

So ist auch das Betriebs­er­geb­nis der Kauf­haus­grup­pe Taka­shi­ma­ya um 63 Pro­zent auf 5,2 Mil­li­ar­den Yen (39 Mil­lio­nen Euro) geschrumpft. Die Kauf­haus­grup­pe Ise­tan Mit­suko­shi Hol­dings gibt die Zah­len erst nächs­ten Monat bekannt, rech­net aber mit einem Verlust.

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