Eine neue Ein­wan­de­rungs­po­li­tik für Japan?

flickr/​tata_​aka_​TAus­län­de­rin in Akihabara

Japan lei­det unter dem Pro­blem einer altern­den Gesell­schaft und einer tie­fen Gebur­ten­ra­te. Um gegen die­se Ent­wick­lung anzu­kämp­fen, bräuch­te das Land in den nächs­ten Jahr­zehn­ten drin­gend mehr Ein­wan­de­rung. Doch die­ses The­ma ist in der japa­ni­schen Poli­tik prak­tisch tabu. Der Insel­staat pflegt seit je her eine restrik­ti­ve Immi­gra­ti­ons­po­li­tik. Zu gross ist die Angst, dass bei einer Mas­sen­ein­wan­de­rung die Kri­mi­na­li­täts­ra­te stei­gen und die Löh­ne sin­ken könn­ten. Am Rand des APEC-Gip­fels in Sin­ga­pur hat Pre­mier­mi­nis­ter Yukio Hatoy­a­ma zu die­sem sen­si­blen The­ma erst­mals Stel­lung genommen.

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«Es ist wich­tig, dass Japan sich selbst zu einem attrak­ti­ven Land macht, so dass mehr Men­schen uns besu­chen kom­men und hier auch leben und arbei­ten wol­len. Es gibt zu vie­le Leu­te, für die Japan kei­ne Anzie­hungs­kraft besitzt», äus­ser­te sich der japa­ni­sche Pre­mier­mi­nis­ter. «Ich weiss nicht, ob ich dies ‹Ein­wan­de­rungs­po­li­tik› nen­nen kann. Es ist jeden­falls wich­tig eine Umwelt zu schaf­fen, die für Men­schen aus aller Welt ange­nehm ist, so dass sie frei­wil­lig in Japan leben wol­len», fuhr er fort.

Mehr Kin­der

Zu einer kon­kre­ten Ein­wan­de­rungs­po­li­tik nahm Hatoy­a­ma jedoch kei­ne Stel­lung. Denn zuerst müs­se mit staat­li­chen Anrei­zen etwas gegen die tie­fe Gebur­ten­ra­te getan wer­de. «Wir müs­sen zuerst die Fami­li­en mit Kin­dern unter­stüt­zen, indem wir ihnen Kin­der­gel­der anbie­ten», erwähn­te der Pre­mier in die­sem Zusammenhang.

Die japa­ni­sche Bevöl­ke­rungs­zahl ist seit 2005 im Schrump­fen begrif­fen. Die durch­schnitt­li­che Gebur­ten­ra­te einer Frau liegt in Japan bei 1,3 Kin­dern. Um die jet­zi­ge Popu­la­ti­on Japans auf­recht­zu­er­hal­ten, wäre ein Durch­schnitt von 2,07 Kin­dern notwendig.

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