Hatoy­a­mas Zustim­mungs­ra­te fällt

Foto: David Wilt­schekNoch ste­hen sie zu ihm: Hatoy­a­ma scheint sich zu hal­ten, trotz ers­ten Stolperern.

Pre­mier­mi­nis­ter Yukio Hatoy­a­mas Zustim­mungs­ra­te ist laut Yomi­uri Shim­bun um 8 Pro­zent gesun­ken, bleibt aber nach etwas mehr als 2 Mona­ten Amts­zeit mit 63 Pro­zent immer noch auf hohem Niveau. Rund 27 Pro­zent miss­bil­li­gen mitt­ler­wei­le sei­ne Poli­tik. Das ist ein Anstieg von 6 Pro­zent gegen­über dem Vor­mo­nat. Der Spen­den­skan­dal und die Ver­wir­rung um die Ver­le­gung der US-Basis Futen­ma auf Oki­na­wa haben zu die­sem Rück­gang bei­ge­tra­gen. Die LDP hat wie­der etwas Boden gut gemacht, bleibt jedoch auf einer beschei­de­nen Zustim­mungs­ra­te von 19 Prozent.

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Rund 73 Pro­zent der Befrag­ten fin­den, dass sich Hatoy­a­ma in der Fra­ge des Spen­den­skan­dals (Asi­en­spie­gel berich­te­te) bis­her nicht rich­tig erklärt habe. Ein wei­te­rer Nega­tiv­punkt ist die regie­rungs­in­ter­ne Unei­nig­keit bei der Ver­le­gung der US-Basis Futen­ma auf Oki­na­wa (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Rund 63 Pro­zent der Befrag­ten emp­fin­den die abwei­chen­den Mei­nun­gen ver­schie­de­ner Regie­rungs­mit­glie­der als verwirrend.

Die Mei­nun­gen zu Futen­ma sind aber auch unter den Befrag­ten gespal­ten. Rund 32 Pro­zent for­dern gewis­se Anpas­sun­gen, wäh­rend 31 Pro­zent das Abkom­men so umge­setzt haben wol­len, wie es 2006 ver­spro­chen wur­de. Nur 19 Pro­zent fin­den, dass man das Abkom­men kom­plett über­den­ken sollte.

Pri­va­ti­sie­rungs­stopp der Post sei richtig

Als posi­tiv wird Hatoy­a­mas Ent­scheid zum Stopp der Post­pri­va­ti­sie­rung gewer­tet. 54 Pro­zent befür­wor­ten eine Über­prü­fung der von Koi­zu­mi ent­wor­fe­nen Post­po­li­tik. 33 Pro­zent hin­ge­gen wol­len, dass die Pri­va­ti­sie­rung fort­ge­setzt wird.

Auch die Ernen­nung von Jiro Sai­to zum neu­en Prä­si­den­ten der Post wird von 52 Pro­zent gut­ge­heis­sen. Die Tat­sa­che, dass mit Sai­to ein ehe­ma­li­ger Büro­krat auf einen der wich­tigs­ten Pos­ten gehievt und damit gegen ein grund­le­gen­des Wahl­ver­spre­chen ver­stos­sen wur­de, hat in den Medi­en viel Wir­bel aus­ge­löst (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Von den Befrag­ten haben ledig­lich 27 Pro­zent Mühe die­se Regie­rungs­ent­schei­dung zu verstehen.

Noch ist die Büro­kra­tie zu stark

Das Ver­spre­chen, eine von Poli­ti­kern und nicht von Büro­kra­ten geführ­te poli­ti­sche Admi­nis­tra­ti­on zu schaf­fen, ist für 55 Pro­zent der Befrag­ten noch nicht erfüllt wor­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Nur 28 Pro­zent glau­ben dar­an, dass die­ses Ziel auch erreicht wer­den kann.

Zudem for­dern rund 85 Pro­zent, dass die Demo­kra­ti­sche Par­tei mit gros­sen Aus­ga­ben ver­bun­de­ne Wahl­ver­spre­chen auf­schie­ben soll­te, um die Staats­ver­schul­dung nicht noch mehr in die Höhe zu treiben.

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