Vom ver­schla­fe­nen Nest zum Spieler-Mekka

flickr/​maikcolAus­druck des neu­en Reich­tums: Das Vene­ti­an in Macao.

Vor etwas mehr als 10 Jah­ren ging Macao in chi­ne­si­sche Hän­de über. Die ehe­ma­li­ge por­tu­gie­si­sche Kolo­nie ist innert die­ser Zeit aus ihrem Dorn­rös­chen­schlaf erwacht. Pracht­vol­le Casi­no­bau­ten domi­nie­ren heu­te das Stadt­bild. Macao ist zum Las Vegas Asi­ens gewor­den. Der Tou­ris­mus daher zur wich­tigs­ten Ein­nah­me­quel­le gewor­den. Rund die Hälf­te der Tou­ris­ten stammt aus Chi­na. Nun sol­len die Pro­vinz Guang­dong, Hong­kong und Macao mit einer 50 Kilo­me­ter lan­gen See­brü­cke noch enger zusammenwachsen.

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Hu Jin­tao beton­te an den Fest­lich­kei­ten zum 10-jäh­ri­gen Bestehen der Son­der­ver­wal­tungs­zo­ne Macao, dass Peking am Prin­zip ein Land, zwei Sys­tem fest­hal­ten wer­de und einen gemein­sa­men Weg beschrei­ten wer­de. Ein­zig Macao erlaubt in Chi­na, dank einer auto­no­men Regie­rung, das Glücks­spiel. Jähr­lich wird damit 1,2 Bil­lio­nen Yen (9,8 Mia. Euro) umge­setzt. Inner­halb der letz­ten 5 Jah­re hat sich die­se Zahl fast verdreifacht.

Bedingt durch die Finanz­kri­se erleb­te die Selbst­ver­wal­tungs­zo­ne Ende 2008 erst­mals einen Abschwung des BIP im Ver­gleich zum Vor­jahr. Doch mit der wirt­schaft­li­chen Erho­lung Chi­nas, ist auch das BIP von Macao allei­ne im drit­ten Quar­tal 2009 um 8,2 Pro­zent ange­stie­gen. Die Chi­ne­sen spie­len wieder.

Chi­nas Tou­ris­ten als Rückgrat

Das Rück­rat für die­se Erfolgs­ge­schich­te bil­den die Tou­ris­ten vom Fest­land. Laut Regie­rungs­be­hör­den von Macao über­steigt die Zahl mitt­ler­wei­le über 10 Mil­lio­nen chi­ne­si­sche Tou­ris­ten. Das bedeu­tet eine Ver­sie­ben­fa­chung in den letz­ten 10 Jah­ren. Dabei kom­men nicht nur die Rei­chen, son­dern auch immer mehr Chi­ne­sen in Rei­se­grup­pen nach Macao, um ihr Glück zu versuchen.

Die Ver­schmel­zung mit der chi­ne­si­schen Stadt Zhu­h­ai in der Pro­vinz Guang­dong nimmt eben­falls zu. Laut Zoll­be­hör­den pen­deln jeden 250’000 Per­so­nen aus der Nach­bar­stadt nach Macao, um arbei­ten oder stu­die­ren zu gehen. Um die­sen Trend wei­ter vor­an­zu­trei­ben wird bis 2015 die gröss­te Brü­cke mit Kos­ten von 930 Mil­li­ar­den Yen gebaut. Zhu­h­ai, Hong­kong und Macao sol­len damit inner­halb von 30 Minu­ten erreich­bar sein.

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