flickr/​Ame Oto­koEine teu­rer Spass: Eine katho­li­sche Hoch­zeits­ze­re­mo­nie in Tokio.

Trotz der anhal­tend schwie­ri­gen Wirt­schafts­la­ge geben die Japa­ner für ihre Hoch­zeit noch mehr aus als in frü­he­ren Jah­ren. Nicht nur die Hoch­zeits­ze­re­mo­nie wird von Jahr zu Jahr teu­rer (Asi­en­spie­gel berich­te­te), son­dern auch für die dazu­ge­hö­ri­gen Fes­te und Bräu­che sitzt das Geld locker in der Tasche.

Laut einer Umfra­ge des Hoch­zeits­ma­ga­zins «Zexy»gaben japa­ni­sche Paa­re im Kri­sen­jahr 2009 von der Ver­lo­bung bis zu den Flit­ter­wo­chen ins­ge­samt 4,33 Mil­lio­nen Yen (38’600 Euro) aus. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist dies eine Stei­ge­rung von 127’000 Yen (1135 Euro).

Aya Ito, Chef­re­dak­teu­rin von «Zexy», beob­ach­tet einen Wert­wan­del bei den Hoch­zeits­ze­re­mo­ni­en: «Frü­her ging es bei Hoch­zeits­ver­an­stal­tun­gen um die Fami­li­en der Braut und des Bräu­ti­gams. Heut­zu­ta­ge stellt sich jedoch das Hoch­zeits­paar selbst ins Zen­trum des Festes.»

Trend zur spä­ten Heirat

Obwohl vie­le mit der Finanz­kri­se ihre Lebens­kos­ten dras­tisch redu­zie­ren muss­ten, wol­len Mann und Frau in Japan bei einem der wich­tigs­ten Lebens­er­eig­nis­se mit den finan­zi­el­len Aus­ga­ben nicht geizen.

Der Trend zur spä­ten Hei­rat und die damit ver­bun­de­nen, höhe­ren Ein­kom­men der Paa­re, aber auch die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung der Eltern haben zu die­sem Auf­wärts­trend inmit­ten wirt­schaft­lich schwie­ri­ger Zei­ten geführt. ja.