Kim Jong-il an der Ver­samm­lung des nord­ko­rea­ni­schen Par­la­ments, wel­ches die Neu­be­set­zung wich­ti­ger Ämter durchwinkte.

Nord­ko­rea hat die Neu­be­set­zung von wich­ti­gen Regie­rungs­pos­ten bekannt gege­ben. Beob­ach­ter ver­mu­ten, dass der nord­ko­rea­ni­sche Dik­ta­tor Kim Jong-il damit die Macht­über­ga­be an sei­nen Sohn Kim Jong-un vor­be­rei­ten will.

Kim Jong-ils Schwa­ger Jang Song-thaek wur­de zum Vize­vor­sit­zen­den der Natio­na­len Ver­tei­di­gungs­kom­mis­si­on ernannt. Die Kom­mis­si­on ist das höchs­te Füh­rungs­or­gan des kom­mu­nis­ti­schen Staa­tes. Den Vor­sitz hat Kim Jong-il selbst inne.

Fami­liä­re Unter­stüt­zung für Kim Jong-un

Seit er im Som­mer 2008 ver­mut­lich einen Schlag­an­fall erlit­ten habe, stüt­ze sich Kim ver­mehrt auf sei­ne Ver­wandt­schaft, um sei­ne Macht zu sichern, berich­tet die Zei­tung Joon­gAng Ilbo unter Beru­fung auf den süd­ko­rea­ni­schen Geheim­dienst. Jang habe Kim ver­spro­chen, Jong-un zu unterstützen.

Aus­ser­dem wur­de der Sekre­tär der nord­ko­rea­ni­schen Arbei­ter­par­tei in Pjongjang Choe Yong-rim zum neu­en Pre­mier­mi­nis­ter ernannt. Er ersetzt damit Kim Yong-il, wel­cher für die kata­stro­pha­le Wäh­rungs­re­form vom Novem­ber 2009 (Asi­en­spie­gel berich­te­te) ver­ant­wort­lich war. Ver­mut­lich sei Kim Yong-il abgs­esetzt wor­den, weil er es nicht schaff­te, die Fol­gen der Wäh­rungs­re­form in den Griff zu bekom­men, sag­te Cho Bong-hyun vom For­schungs­zen­trum der Indus­tri­al Bank of Korea.