«Wir kämp­fen hier gegen die Natur»

flickr/​tanaka juuyohDer japa­ni­sche Turm zu Babel: Bau­ar­bei­ten am Sky Tree in Tokio.

Einst fer­tig erstellt, wird der neue Fern­seh­turm Tokios, der Sky Tree, eine Höhe von 634 Metern erreicht haben (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Bis Ende Juli wer­den bereits 400 Meter gebaut sein.

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Soll­ten von die­ser Höhe Arbeits­ge­rä­te oder gar noch schwe­re­re Metall­struk­tu­ren aus den Hän­den glei­ten, könn­te dies eine Gefahr für die Pas­san­ten, Schau­lus­ti­gen und Arbei­ter am Boden dar­stel­len. Der Tokyo Sky Tree liegt inmit­ten des Tokio­ter Bezirks Sumi­da, wo eine Bahn­sta­ti­on, viel Gelei­se und Wohn­häu­ser auf­ein­an­der­tref­fen. Ent­spre­chend hohe Sicher­heits­mass­nah­men sind beim Bau die­ses japa­ni­schen Turms zu Babel gefragt.

Pla­nen und Seile

Das zustän­di­ge Bau­un­ter­neh­men Oba­ya­shi lässt hier­für das Stahl­ge­rüst am Boden erstel­len, bevor die Struk­tur von einem Kran in die Höhe geho­ben wird. Somit wer­de die Gefahr ver­rin­gert, Arbeits­ge­rä­te aus 400 Metern fal­len zu las­sen, sagt ein Pres­se­spre­cher von Oba­ya­shi gegen­über der Yomi­uri Shim­bun.

Zusätz­lich schüt­zen Pla­nen an den Bau­ge­rüs­ten die Bau­ar­bei­ter vor Wind und blo­ckie­ren den schwin­del­erre­gen­den Blick nach unten. Die Arbei­ter selbst sind gleich mit zwei Sei­len gesi­chert. Selbst die Arbeits­ge­rä­te und Kugel­schrei­ber sind fest an die Klei­der geschnürt. Aus­ser­dem schützt eine rund 100 Meter lan­ge Stahl­pla­ne die Zug­ge­lei­se beim Sky Tree.

Schnee und ande­re Phänomene

Dank die­ser Mass­nah­men sei seit Bau­be­ginn im Juli 2008 weder ein Arbei­ter ver­un­fallt, noch sei irgend­ein Gerät aus der Höhe zu Boden gefal­len, rühmt sich das Unter­neh­men. Ein­zig im April, als es über­ra­schen­der Wei­se Schnee in der japa­ni­schen Haupt­stadt fiel, sei­en eini­ge Schnee­bro­cken neben einem Laden in der Nähe des Sky Trees zu Boden gedon­nert. Ver­letzt wur­de dabei nie­mand. Obwohl das Stahl­ge­rüst mit einer was­ser­ab­wei­sen­den Schicht ver­se­hen sei, fin­de der Schnee immer irgend­wo eine Nische, um sich anzusammeln.

Noch feh­len etwas mehr als 200 Meter bis zur Fer­tig­stel­lung im Dezem­ber 2011. Star­ke Win­de oder ande­re schwie­ri­ge Wet­ter­be­din­gun­gen könn­ten die Arbei­ten wei­ter erschwe­ren. «Wir kämp­fen hier gegen die Natur. Trotz der vie­len Sicher­heits­mass­nah­men, kön­nen immer wie­der unvor­her­ge­se­he­ne Din­ge gesche­hen. Wir müs­sen daher auf der Hut sein», heisst es bei Tobu Tower Sky Tree, dem Geschäfts­füh­rer des künf­tig höchs­ten Bau­werks in Ost­asi­en. ja.

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