Japans Königs­ma­cher

flickr/​JanneMSchwie­ri­ge Aus­sich­ten: Absol­ven­tin­nen auf Job­su­che in Osaka

In Japan gibt es rund 3 Mil­lio­nen Arbeits­lo­se und 17 Mil­lio­nen Leu­te, die kei­ne Fest­an­stel­lung haben. Die­se bei­den Grup­pen wer­den die Königs­ma­cher sein bei den Ober­haus­wah­len vom 11. Juli.

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Letz­ten August gelang es der Demo­kra­ti­schen Par­tei (DPJ) mit dem Ver­spre­chen die Teil­zeit­ar­beit gesetz­lich ein­zu­schrän­ken und die Voll­zeit­ar­beit mit Sub­ven­tio­nen zu för­dern, einen Wahl­sieg ein­zu­fah­ren. «Wir haben den rich­ti­gen Weg beschrit­ten», sagt Regie­rungs­be­ra­ter Mako­to Yua­sa von der DPJ.

Die Regie­rung habe bei­spiels­wei­se Bera­tungs­stel­len und neue Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten für Arbeits­lo­se geschaf­fen. «Die Resul­ta­te sind bedingt durch die Wirt­schafts­kri­se nicht zufrie­den stel­lend», Yua­sa ein­ge­ste­hen. Die DPJ hat aus­ser­dem im März ein Gesetz durch­ge­drückt, das den arbeits­lo­sen Teil­zeit­ar­bei­tern mehr Sozi­al­leis­tun­gen verspricht.

Der ande­re Ansatz der LDP

Für Taku Suga­wa­ra, Assis­tenz­pro­fes­sor an der Uni­ver­si­tät Tokio, gehen die Mass­nah­men der DPJ in die fal­sche Rich­tung, viel eher sei­en sie eine Sym­ptom­be­kämp­fung: «Die Regie­rung muss die Anstel­lungs­ge­wohn­hei­ten der Arbeit­ge­ber ändern. Die Reform des Senio­ri­täts­prin­zips und die lebens­lan­ge Anstel­lung sind notwendig.»

Suga­wa­ra befür­wor­tet aus die­sem Grund den Vor­schlag der Oppo­si­ti­ons­par­tei der Libe­ral­de­mo­kra­ten (LDP). Die­se schlägt vor die Kün­di­gungs­be­din­gun­gen für Voll­zeit­an­ge­stell­te zu lockern. Damit wür­de man den Teil­zeit­ar­bei­tern bes­se­re Chan­cen geben.

Nicht von heu­te auf mor­gen realisierbar

Regie­rungs­be­ra­ter Mako­to Yua­sa sieht in die­sem Vor­schlag eine Ein­la­dung noch mehr Ange­stell­te zu ent­las­sen. Der Auf­bau eines Sozi­al­ver­si­che­rungs­sys­tems für die Ent­las­se­nen sei drin­gen­der not­wen­dig als die Wirt­schaft noch mehr zu deregulieren.

Die­ses Pro­jekt sei aber nicht von heu­te auf mor­gen rea­li­sier­bar. Die DPJ appel­liert daher an die Geduld der Wäh­ler. Am 11. Juli wer­den sie eine ers­te Beur­tei­lung der ein­jäh­ri­gen Regie­rungs­ar­beit der DPJ vor­neh­men kön­nen. ja.

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