Die Fra­ge nach dem Yasukuni-Besuch

flickr/​MJTRDer umstrit­tens­te Ort Japans: Der Yas­uku­ni-Schrein in Tokio.

Am sel­ben Tag, an dem sich die Tokio­ter Regie­rung für die Kolo­ni­al­ver­gan­gen­heit über Süd­ko­rea ent­schul­digt hat, mach­te Nao­to Kan einen wei­te­ren Schritt zur Dees­ka­la­ti­on bei der Auf­ar­bei­tung der Kriegs­ver­gan­gen­heit. Kei­ne sei­ner Minis­ter wür­den am 15. August, dem Gedenk­tag der Kapi­tu­la­ti­on Japans, den Yas­uku­ni-Kriegs­schrein besu­chen – aus Rück­sicht vor den asia­ti­schen Opfern des japa­ni­schen Militarismus.

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«Dazu habe ich eine kla­re Mei­nung», sag­te Kan an einer Pres­se­kon­fe­renz. «Ich glau­be auch, dass ich mit die­ser Ent­schei­dung das Ver­ständ­nis der Bevöl­ke­rung habe.» Zum ers­ten Mal wird damit kein ein­zi­ges Mit­glied der japa­ni­schen Regie­rung sei­ne Auf­war­tung am umstrit­te­nen Schrein machen, in dem auch ver­ur­teil­te Kriegs­ver­bre­cher des Zwei­ten Welt­kriegs ihre letz­te Ruhe fin­den durften.

Die regie­ren­de Demo­kra­ti­sche Par­tei (DPJ) posi­tio­niert sich damit klar gegen die oppo­si­tio­nel­len Libe­ral­de­mo­kra­ten (LDP), die zu Regie­rungs­zei­ten stets eine enge Ver­bin­dung zum Yas­uku­ni-Schrein pfleg­ten (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Ein unend­li­che Kontroverse

Ver­kehrs­mi­nis­ter Sei­ji Maeha­ra bezog noch kla­rer Stel­lung als sein Vor­ge­setz­ter, indem er die Prä­senz der Kriegs­ver­bre­cher im Schrein zur Spra­che brach­te. Er for­der­te dies­be­züg­lich eine Dis­kus­si­on über eine Tren­nung der gewöhn­li­chen Kriegs­to­ten von den ver­ur­teil­ten Kriegsverbrechern.

In der Ver­gan­gen­heit sorg­te der Besuch des Schreins durch japa­ni­sche Pre­mier­mi­nis­ter und Kabi­netts­mit­glie­der immer wie­der für Empö­rung in den Nach­bar­län­dern. Spe­zi­ell Juni­chi­ro Koi­zu­mi sorg­te in sei­ner Zeit als Pre­mier mit sei­nen regel­mäs­si­gen Besu­chen für einen Tief­punkt in den Bezie­hun­gen zu Chi­na. ja.

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