Japans Reis­schwem­me

flickr/​Aaron RReis so weit das auge reicht: Japans Reis­bau­ern pro­du­zie­ren mehr als das Land verbraucht.

Japans Reis­la­ger sind so gut gefüllt wie seit 8 Jah­ren nicht mehr. Die Fol­ge sind sin­ken­de Prei­se und weni­ger Reis­an­bau im kom­men­den Jahr.

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Pro­gno­sen des Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums zufol­ge dürf­ten Japans staat­li­che und pri­va­te Lager die­ses Jahr ins­ge­samt 3,24 Mil­lio­nen Ton­nen Reis ent­hal­ten, 2,5 Pro­zent mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr. Die gros­se Reis­ern­te drückt auf die Prei­se, wel­che im letz­ten Jahr bereits um 6,4 Pro­zent nachgaben.

Die japa­ni­sche Regie­rung prüft nun die Opti­on, Reis aus staat­li­chen Lagern zur Ver­füt­te­rung an Tie­re zu ver­kau­fen. So könn­ten gleich­zei­tig die Lager­be­stän­de redu­ziert wer­den und die Abhän­gig­keit von Fut­ter­mit­tel­im­por­ten redu­ziert wer­den. Japan impor­tiert gros­se Men­gen Fut­ter­mais aus den USA; die­ser ist jedoch viel bil­li­ger als Futterreis.

Sin­ken­de Nachfrage

Mit der altern­den und schrump­fen­den Bevöl­ke­rung sinkt auch Japans Reis­kon­sum. Im lau­fen­den Jahr dürf­te der Kon­sum um 51’000 Ton­nen auf 8,05 Mil­lio­nen Ton­nen zurückgehen.

Die Regie­rung erhöht nun die Sub­ven­tio­nen, um die Ein­kom­men der Reis­bau­ern zu sichern und Anrei­ze für ande­re Land­wirt­schafts­pro­duk­te als Spei­ser­eis zu set­zen, zum Bei­spiel Fut­ter­reis. Japan schützt sei­ne Reis­bau­ern mit einem Import­zoll von 778 Pro­zent vor aus­län­di­scher Konkurrenz.

Rei­s­im­port trotz hei­mi­scher Überproduktion

Dank Zöl­len und Sub­ven­tio­nen ist Japan beim Reis Selbst­ver­sor­ger, die japa­ni­schen Reis­bau­ern pro­du­zie­ren jedoch nicht zu inter­na­tio­nal kon­kur­renz­fä­hi­gen Prei­sen, sodass der über­schüs­si­ge Reis nicht expor­tiert wer­den kann. Aus­ser­dem gewährt Japan seit der Uru­gay-Run­de von 1993 den Reis­pro­du­zie­ren­den Län­dern einen mini­ma­len Markt­zu­gang und kauft jähr­lich 770’000 Ton­nen Reis auf.

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