Jetzt ist es rechts­kräf­tig: Sho­ko Asa­ha­ra wird mit dem Tod bestraft.

Der ehe­ma­li­ge Aum-Sek­ten­füh­rer Sho­ko Asa­ha­ra, der mit bür­ger­li­chem Namen Chi­zuo Mats­um­o­to (55) heisst, wur­de am 13. Sep­tem­ber in letz­ter Instanz vom Obers­ten Gerichts­hof Japans erneut zum Tode ver­ur­teilt. Eine sei­ner Töch­ter hat­te wie­der­holt einen Antrag auf Wie­der­auf­nah­me des Ver­fah­rens ein­ge­reicht, nach­dem sie bereits im März vor dem Tokio­ter Gericht geschei­tert war.

Die fünf obers­ten Rich­ter waren sich einig, dass die Ver­ur­tei­lung von Asa­ha­ra nicht der Ver­fas­sung wider­spre­che. Nur der Beweis eines sol­chen Ver­stos­ses wür­de jedoch vor dem Obers­ten Gericht zu einer Neu­auf­nah­me des Pro­zes­ses füh­ren. Die Toch­ter streb­te den Antrag vor allem auf Basis der Zeu­gen­aus­sa­gen der Mit­tä­ter Asa­ha­ras an, die beton­ten, dass der Sek­ten­füh­rer selbst nicht bei den Anschlä­gen vor Ort war.

Die­se Aus­sa­ge sei jedoch kein Beweis, der aus­rei­chen wür­de um das bestehen­de Urteil umzu­stos­sen. Mit die­ser Begrün­dung lehn­ten die Rich­ter die neue Ein­ga­be ab. Dass das Todes­ur­teil in nächs­ter Zeit durch­ge­führt wird, bleibt den­noch unwahr­schein­lich, da noch drei wei­te­re Ver­fah­ren von betei­lig­ten Anhän­gern der Sek­te lau­fen und es in Japan üblich ist auf das Ende der sel­bi­gen zu warten.

Schwers­ter Terroranschlag

Am 20. März 1995 ver­üb­ten Mit­glie­der der Aum-Sek­te in der Tokio­ter U-Bahn einen töd­li­chen Anschlag mit dem Ner­ven­gas Sarin. 13 Men­schen kamen ums Leben und 6300 wur­den zum Teil schwer ver­letzt. Es war der schwers­te Ter­ror­an­schlag in der Nach­kriegs­ge­schich­te Japans. ad.