Täto­wier­te nicht erwünscht

flickr/​デーブだMuss auch er sich bald vom fern­hal­ten? Ein Täto­wier­ter in Japan.

Der Suma-Strand bei Kobe ist ein Treff­punkt für jun­ge Leu­te in den heis­sen Som­mer­ta­gen Japans. Trotz des anhal­tend schö­nen Wet­ters besuch­ten die­ses Jahr ledig­lich 620’000 Men­schen das Strand­ge­biet – so weni­ge wie seit 25 Jah­ren nicht mehr.

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Die Behör­den haben die Schul­di­gen bereits aus­ge­macht: Es sind die täto­wier­ten Jugend­li­chen, die dort regel­mäs­sig Par­tys abhal­ten, trotz eines 2008 ein­ge­führ­ten Musik­ver­bo­tes. Nach­dem eini­ge Stu­den­ten am letz­ten Wochen­en­de wegen Mari­hua­na-Besit­zes fest­ge­nom­men wur­den, hat die Stadt beschlos­sen kei­ne täto­wier­ten Leu­te mehr an den Suma-Strand zu lassen.

Eine äus­serst sel­te­ne Mass­nah­me in Japan. Die meis­ten Ver­bo­te in Zusam­men­hang mit Täto­wie­run­gen beschränk­ten sich bis­her auf öffent­li­che Anla­gen wie Sau­nas. Lan­ge Zeit galt es in Japan als ver­pönt ein Tat­too zu tra­gen. Denn für die Yaku­za, die japa­ni­sche Mafia, sind Ganz­kör­per­tat­toos ein wich­ti­ges Erken­nungs­merk­mal. Doch seit ein paar Jah­ren las­sen sich auch immer mehr Jugend­li­che aus Mode­grün­den Moti­ve in die Haut einbringen.

Kei­ne Gnade

«Es ist unse­re Pflicht die Umge­bung siche­rer zu machen», begrün­det ein Pres­se­spre­cher der Stadt Kobe die Mass­nah­me. Die älte­ren Leu­te hät­ten sich wegen den lau­ten Jugend­li­chen nicht mehr an den Suma-Strand gewagt, heisst es wei­ter. Die Behör­den wer­den in den kom­men­den Tagen ein Team auf die Bei­ne stel­len, wel­ches die Durch­füh­rung des Ver­bo­tes aus­ar­bei­ten soll.

In Kobe ist die Sen­si­bi­li­sie­rung gegen­über Tat­toos beson­ders gross. Denn in der Hafen­stadt im Wes­ten Japans ist die Yama­gu­chi-gumi, die gröss­te Yaku­za-Orga­ni­sa­ti­on mit schät­zungs­wei­se 80’000 Mit­glie­dern, zu Hau­se. ja.

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