flickr/​KentoNgoEin Meer der Strei­tig­kei­ten: Die Lage der Senkaku-Inseln.

Der Streit um die Sen­ka­ku-Insel­grup­pe zwi­schen Japan und Chi­na beschäf­tigt wei­ter­hin Tokios Regie­rung. Obwohl fast 2 Wochen seit dem Kon­flikt um einen von der japa­ni­schen Mari­ne ver­haf­te­ten Fisch­kut­ter-Kapi­tän in den Gewäs­sern der Inseln ver­gan­gen ist (Asi­en­spie­gel berich­te­te), hat das japa­ni­sche Aus­sen­mi­nis­te­ri­um auf Chi­ne­sisch eine Erklä­rung abge­ge­ben, um ihrem Anspruch auf das umstrit­te­ne Ter­ri­to­ri­um zwi­schen Tai­wan und Oki­na­wa zu unterstreichen.

Sowohl Japan wie auch Chi­na und Tai­wan bean­spru­chen die Sen­ka­ku-Inseln für sich. Bis­lang war das Doku­ment aus­schliess­lich in Japa­ni­scher und Eng­li­scher Spra­che erhält­lich. In der chi­ne­si­schen Ver­si­on heisst es nun: «Die Sen­ka­ku-Insel­grup­pe gehört zu den Nansei-Sho­to-Inseln, die japa­ni­sches Ter­ri­to­ri­um sind. Die­se Inseln waren nie Teil Tai­wans oder der Pes­ca­do­res, die mit dem Ver­trag von Shi­mo­no­se­ki 1895 von der Qing-Dynas­tie an Japan abge­tre­ten wurden.»

Goog­le in der Zwickmühle

Zuvor hat­te der japa­ni­sche Aus­sen­mi­nis­ter Sei­ji Maeha­ra den Streit um das Ter­ri­to­ri­um fort­ge­setzt, indem er Goog­le dafür kri­ti­sier­te die Insel­grup­pe auf dem Kar­ten­ser­vice nicht nur nur die japa­ni­sche Bezeich­nung Sen­ka­ku, son­dern auch den chi­ne­si­schen Begriff Dia­oyu zu ver­wen­den. Maeha­ra for­der­te Goog­le, auf den chi­ne­si­schen Ein­trag zu löschen.

Nach dem Zwei­ten Welt­krieg, zwi­schen 1945 und 1972, kamen die Sen­ka­ku-Inseln unter die Mili­tär­ver­wal­tung der USA, die zu jener Zeit Oki­na­wa besetzt hiel­ten. Mit der for­mel­len Rück­ga­be Oki­na­was wur­den auch die Sen­ka­ku-Inseln zu japa­ni­schem Territorium.

Zeit­gleich erhob Chi­na plötz­lich sei­nen Anspruch auf das win­zi­ge Ter­ri­to­ri­um. Ein Grund dafür war die Ent­de­ckung von Erd­öl- und Gas­re­ser­ven rund um die Insel­grup­pe. Auch Tai­wan möch­te die nahe gele­ge­nen Inseln für sich. Die USA unter­stüt­zen der­weil den japa­ni­schen Sou­ve­rä­ni­täts­an­spruch. ja.