Arbei­tet für sei­ne Aner­ken­nung: Kim Jong-un inmit­ten der Armeeführung.

Der zukünf­ti­ge star­ke Mann Nord­ko­reas, Kim Jong-un, soll hin­ter dem Angriff auf die süd­ko­rea­ni­sche Insel Yeon­pyeong ste­hen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Dies berich­tet die Asahi Shim­bun auf Beru­fung anony­mer Quel­len aus Pjongjang und Peking. Dem­zu­fol­ge soll der Sohn von Dik­ta­tor Kim Jong-il noch im Novem­ber den höher­ran­gi­gen Mili­tär­mit­glie­dern die Anord­nung erteilt haben, gegen jeg­li­che Pro­vo­ka­ti­on des Fein­des zurückzuschlagen.

«Der Artil­le­rie­an­griff war geplant. Wir haben uns seit län­ge­rer Zeit dar­auf vor­be­rei­tet», berich­te­te die anony­me Quel­le aus nord­ko­rea­ni­schen Armee­krei­sen der Asahi Shim­bun. Die Armee habe ledig­lich auf einen Vor­wand gewar­tet. Die süd­ko­rea­ni­sche Mili­tär­übung in der Regi­on bot sich schliess­lich als idea­ler Grund für die Atta­cke auf die Grenz­in­sel an. Aus­ser­dem soll Pjongjang vor 2 Tagen in einer «aus­ser­ge­wöhn­li­chen Akti­on» alle Streit­kräf­te zu einer 6-mona­ti­gen Spe­zi­al­übung auf­ge­bo­ten haben.

Unbe­ha­gen in der Bevölkerung

Eine ande­re Quel­le der Asahi Shim­bun meint, dass das Regime in Pjongjang mit einem star­ken Zei­chen dem Miss­be­ha­gen in der Armee­füh­rung gegen­über dem desi­gnier­ten Nach­fol­ger ent­ge­gen­tre­ten woll­te. Kim Jong-un soll mit dem Angriff zum «mäch­ti­gen Füh­rer» hoch­sti­li­siert wer­den. Die Beschies­sung Yeon­pyeongs sei dar­über hin­aus ein Mit­tel zur För­de­rung der Ein­tracht im Land.

Denn nicht nur in der Armee, son­dern auch in der Bevöl­ke­rung sei ein Unbe­ha­gen gegen­über Kim Jong-un zu spü­ren, so die anony­me Quel­le wei­ter. Und dies obwohl seit eini­ger Zeit in den staat­li­chen Medi­en ein gros­ser Per­so­nen­kult um den Sohn Kim Jong-ils betrie­ben wird.