Ein ver­häng­nis­vol­les Neujahrsessen

flickr/​ytBit­te nicht ver­schlu­cken: Die japa­ni­sche Neu­jahrs­sup­pe Zoni. Links sieht man das weis­se Mochi.
flickr/​norwichnutsSüss, sal­zig oder gerös­tet: Mochi kann in zahl­rei­chen Vari­an­ten ver­speist werden.

Mochi ist ein japa­ni­scher Reis­ku­chen, der tra­di­tio­nell am Neu­jahrs­tag als Sup­pen­ein­la­ge geges­sen wird. Der gestampf­te Reis ist so kleb­rig, dass es alle Jah­re wie­der zu Ersti­ckungs­fäl­len mit töd­li­chen Fol­gen kommt.

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Die Opfer sind zumeist älte­re Per­so­nen, deren schwä­che­re Kau­kraft und Spei­chel­flüs­sig­keit den Ver­zehr von Mochi erschwe­ren. Laut der Sank­ei Shim­bun sind allei­ne in Tokio wäh­rend den ers­ten 3 Janu­ar­ta­gen 8 Per­so­nen zwi­schen 70 und 96 Jah­ren an der Neu­jahrs­spei­se, die im Hals ste­cken blieb, gestorben.

Neu­er Rekord an Notfällen

«Sei­en sie auf­merk­sam, wenn sie zusam­men mit älte­ren Per­so­nen oder Klein­kin­dern Mochi essen», warnt die Tokio­ter Feu­er­wehr regel­mäs­sig. Ins­ge­samt muss­ten bis zu 32 Per­so­nen laut ANN News in Tokio ambu­lant behan­delt wer­den, nach­dem sie die Neu­jahrs­sup­pe zu sich genom­men hatten.

Letzt­mals gab es vor 5 Jah­ren so vie­le Todes- und Not­fäl­le. Gemäss der Tokio­ter Feu­er­wehr kam es zwi­schen 2006 und 2009 zu 18 Mochi-Ersti­ckungs­fäl­len, die töd­lich endeten.

Fleis­si­ge Mochi-Esser

Die Ersti­ckungs­ge­fahr die­ser tra­di­tio­nel­len Spei­se hält die Japa­ner aber noch lan­ge nicht davon ab, dar­auf zu ver­zich­ten. Laut der Ver­ei­ni­gung der Mochi-Händ­ler ver­speist ein Japa­ner jähr­lich 1 Kilo die­ses kleb­ri­gen Reis­ku­chens. Den Gross­teil davon an Neujahr.

Um das Neu­jahrses­sen genuss­voll zu über­ste­hen, wird emp­foh­len den Reis­ku­chen in klei­nen Stü­cken und mit genü­gend Was­ser zu ver­zeh­ren. Befolgt man die­se ein­fa­che Regel, kann man selbst als Aus­län­der in Japan den Neu­jahrs­tag ohne lebens­be­droh­li­che Kom­pli­ka­tio­nen überstehen.

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