Aus­zug: ANN NewsBequem rei­sen: Sit­ze in der Luxus­klas­se des Hayabusa.
wikicommons/​kounosu1Die Nase als Merk­mal: Der neue Shinkansen-Zug.

Die neus­te Zug­klas­se der japa­ni­schen Shink­an­sen-Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge wird am 5. März ihren Betrieb auf­neh­men. Der soge­nann­te Haya­bu­sa (dt. Wan­der­fal­ke) mit sei­ner mar­kant lang­ge­zo­ge­nen, aero­dy­na­mi­schen Nase ist das neue Prunk­stück der Toho­ku-Linie, die von Tokio aus durch den dün­ner besie­del­ten Nor­den des Lan­des führt.

Mit einer Spit­zen­ge­schwin­dig­keit von 300 Stun­den­ki­lo­me­tern wird die­se Regi­on der Haupt­stadt ein gros­ses Stück näher gebracht. Ledig­lich 3 Stun­den und 10 Minu­ten dau­ert noch die Rei­se von Tokio über die Gross­stadt Sen­dai bis nach Aom­ori, das an der nörd­li­chen Spit­ze der Haupt­in­sel Hons­hu gele­gen ist. Der Zeit­ge­winn zum Vor­gän­ger Haya­te beträgt gute 30 Minuten.

Bis 2013 ist geplant, die Spit­zen­ge­schwin­dig­keit des Haya­bu­sa bis auf 320 Stun­den­ki­lo­me­ter zu erhö­hen und damit zum schnells­ten im Ein­satz ste­hen­den Zug Japans zu machen.

Luxu­ri­ös reisen

Doch von der Geschwin­dig­keit allei­ne las­sen sich Japans ver­wöhn­te Zug­gäs­te nicht mehr über­zeu­gen. Mit einer Luxus­klas­se, der «Gran Class», beschrei­tet der Betrei­ber JR East neue Wege. Hier sind die Sit­ze aus ech­tem Leder und 8 Zen­ti­me­ter brei­ter als die sonst schon gross­zü­gi­ge aus­ge­leg­ten Shink­an­sen-Bestuh­lun­gen. Die Leder­sit­ze kön­nen zudem bis zu 45 Grad geneigt wer­den. Aus­ser­dem steht eine Zug­be­glei­tung den Gäs­ten zu Diensten.

Der Spass hat jedoch sei­nen Preis. Eine Ein­zel­fahrt in der neu­en Luxu­klas­se zwi­schen Tokio und Aom­ori kos­tet stol­ze 26’360 Yen (230 Euro). Trotz­dem sind die 18 Sit­ze der «Grand Class» für die Jung­fern­fahrt am 5. März innert 10 Minu­ten ausverkauft.

Die Hoff­nun­gen einer Region

Auch für die gewöhn­li­chen Pas­sa­gie­re gibt es gemäss JR East Vor­tei­le. Ein neu­es Auf­hän­ge­sys­tem sorgt dafür, dass Erschüt­te­run­gen auf­ge­fan­gen wer­den, bevor es der Pas­sa­gier merkt. Die Betrei­ber spre­chen von einem neu­en Fahrgefühl.

Der vom Tou­ris­mus noch etwas abge­schot­te­te Nor­den erhofft sich mit der Inbe­trieb­nah­me des Haya­bu­sa einen mar­kan­ten Zuwachs an Gäs­ten. Die Stadt Aom­ori rech­net mit 30 Pro­zent mehr Tou­ris­ten als im letz­ten Jahr.