Aus­zug Youtube/​ryu­ki­taga­waLee­re Rega­le: Ein Super­markt in Tokio kurz nach dem Erdbeben.

Wie die Asahi Shim­bun berich­tet, haben in der Regi­on Tokio am Mon­tag ers­te Hams­ter­käu­fe statt­ge­fun­den. Wie grös­se­re Super­märk­te ver­mel­den, sei­en Was­ser, Brot und Kon­ser­ven innert kür­zes­ter aus­ver­kauft gewe­sen. In ande­ren Geschäf­ten wur­den Taschen­lam­pen, Hel­me und Hygie­ne­mas­ken gekauft. Weil die Pro­du­zen­ten alle lebens­not­wen­di­gen Güter zuerst in die Kata­stro­phen­ge­bie­te schi­cken, wird in der Haupt­stadt befürch­tet, dass es Pro­ble­me mit dem Nach­schub geben könnte.

Wie das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um am 14. März bekannt­gab, haben die Läden seit Sonn­tag 10 Mal mehr Was­ser bestellt als gewöhn­lich. Der Umsatz von Hüh­ner­fleisch ist gleich um das 9-fache hoch­ge­schnellt, der für Kon­ser­ven­mit­tel um das 3-fache. Ein wei­te­res begehr­tes Pro­dukt ist das Fahr­rad, da der öffent­li­che Ver­kehr nur unre­gel­mäs­sig und mit redu­zier­ter Kapa­zi­tät fährt. Hier hat sich der Umsatz eben­falls verdreifacht.

Ansturm aufs Benzin

Auch die Tank­stel­len haben der­zeit Hoch­be­trieb. Die Asahi Shim­bun berich­tet von einem regel­rech­ten Ansturm aufs Ben­zin. Das Öl wird gemäss dem Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um nicht so schnell aus­ge­hen. So besit­zen Staat und pri­va­te Unter­neh­men Ölre­ser­ven für rund 200 Tage. 6 Raf­fi­ne­ri­en muss­ten infol­ge des Erd­be­bens ihren Betrieb aus­set­zen. Bis nächs­te Woche sol­len 3 Anla­gen mit der Pro­duk­ti­on wie­der anfan­gen. Im Moment fährt die Ölraf­fi­nie­rung auf 70 Pro­zent des Normalniveaus.

Die Regie­rung hat inzwi­schen die Men­schen auf­ge­for­dert, sich beim Kauf von Gütern in Zurück­hal­tung zu üben. Man soll nur Waren für den eige­nen Gebrauch erwer­ben. Um eine Infla­ti­ons­ge­fahr durch die plötz­lich gestie­ge­ne Nach­fra­ge zu ver­hin­dern, hat sich Ver­brauchs­mi­nis­te­rin Ren­ho mit den Ver­ant­wort­li­chen ver­schie­de­ner Minis­te­ri­en getroffen.

«Ver­sor­gung ausreichend»

Gleich­zei­tig ruft sie die Men­schen aus­ser­halb der Kata­stro­phen­ge­bie­te auf, zurück­hal­tend zu blei­ben: «Die Ver­sor­gung an lebens­not­wen­di­gen Waren ist der­zeit aus­rei­chend. Weil aber die Gefahr besteht, dass gewis­se Güter durch Hams­ter­käu­fe nicht mehr in die Kata­stro­phen­ge­bie­te gelan­gen, bit­te ich alle, nur die wirk­lich not­wen­di­gen Ein­käu­fe zu tätigen.»