Schweiss­trei­ben­des Pendeln

flickr/​amirjinaPen­deln in Japan wird noch unangenehmer.

Jetzt gilt es ernst. Inmit­ten der noch andau­ern­den Regen­zeit stie­gen in Tokio die­se Woche die Tem­pe­ra­tu­ren erst­mals über 30 Grad. In Tate­ba­ya­shi in der Prä­fek­tur Saita­ma wur­den gar 36,5 Grad gemes­sen. Auch in den Kri­sen­re­gio­nen im Nord­os­ten Japans stieg das Ther­mo­me­ter auf rekord­ver­däch­ti­ge 33 Grad.

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Die heis­sen Tem­pe­ra­tu­ren sind ein ers­ter Vor­ge­schmack für die lan­gen Som­mer­mo­na­te. Für die Japa­ner heisst es nun fleis­sig Strom­spa­ren, damit es infol­ge der Ener­gie­knapp­heit nicht zu einem Kom­plett­aus­fall kommt. Zwei­mal über­legt man sich, ob man tat­säch­lich die Kli­ma­an­la­ge anstel­len will. Aber auch beim Pen­deln wird es die­sen Som­mer für die Mil­lio­nen von Fahr­gäs­ten noch unangenehmer.

Die Metro­po­len stel­len um

JR East, der gröss­te Bahn­be­trei­ber der Regi­on Tokio, hat die Tem­pe­ra­tu­ren in den Wag­gons um 2 Grad auf 27 Grad erhöht, wie die Sank­ei Shim­bun berich­tet. In den Pachin­ko-Glücks­spiel­hal­len, die von Gou­ver­neur Ishiha­ra als beson­de­re Strom­fres­ser gebrand­markt wur­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te), gibt man sich beson­ders Mühe ener­gie­spa­rend zu sein. Auf 28 Grad haben vie­le Hal­len die Tem­pe­ra­tur erhöht.

In Osa­ka ist die Tem­pe­ra­tur in den Bahn­hö­fen gar von 28 auf 29 Grad erhöht wor­den. In den Bahn­wa­gen wer­den es 28 Grad sein. Aus­ser­dem wer­den 12 bis 15 Uhr die Roll­trep­pen in den Sta­tio­nen ange­hal­ten, die Fahr­schein-Auto­ma­ten auf ein Mini­mum redu­ziert. Damit wol­len die Bahn­be­trei­ber rund 7 Pro­zent ihres Strom­ver­brauchs einsparen.

Sor­ge um Hitzeschläge

Die Behör­den war­nen bereits vor der Gefahr von Hit­ze­schlä­gen. Bereits in den ers­ten Juni-Wochen sind in ganz Japan gemäss NHK News 685 Men­schen wegen Hit­ze­schlags ins Spi­tal ein­ge­lie­fert wor­den. Älte­re und kran­ke Men­schen, aber auch Sport­ler sowie Bau­ar­bei­ter sei­en beson­ders davon betroffen.

Doch die ehr­gei­zi­gen Strom­spar­mass­nah­men wer­den ihren Tri­but for­dern. Durch die anhal­tend hohen Tem­pe­ra­tu­ren in Büro­räu­men und öffent­li­chen Gebäu­den rech­nen die Behör­den die­ses Jahr mit einer beson­ders hohen Zahl an Hit­ze­schlag-Fäl­len rela­tiv gesun­der Men­schen. Es wird emp­foh­len, beson­ders viel Flüs­sig­keit zu neh­men. Aus­ser­dem sol­len sich die älte­ren Men­schen auf kei­nen Fall zurück­hal­ten und wie bis anhin die Kli­ma­an­la­ge benutzen.

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