Stu­dio Ghib­lis Atomverzicht

Kein Atomstrom: Das Plakat auf dem Dach von Studio Ghibli.
Kein Atom­strom: Das Pla­kat auf dem Dach von Stu­dio Ghibli.
Anime-Legende Hayao Miyazaki.
Ani­me-Legen­de Hayao Miya­za­ki. wikimedia/​flickr/​Tho­mas Schul­ze, detengase

Japans renom­mier­te Künst­ler wagen sich 3 Mona­ten nach der Atom­ka­ta­stro­phe zuneh­mend aus der Deckung. Nach dem Schrift­stel­ler Haru­ki Mura­ka­mi (Asi­en­spie­gel berich­te­te) hat sich nun auch die wohl berühm­tes­te Ani­me-Werk­statt Stu­dio Ghi­b­li von Oscar-Preis­trä­ger Hayao Miya­za­ki, wenn auch unkon­ven­tio­nell, zu Wort gemeldet.

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«Stu­dio Ghi­b­li möch­te Fil­me aus atomtfrei­em Strom machen», stand auf einem bun­ten Pla­kat auf dem Stu­dio­dach in der Stadt Koganei west­lich von Tokio. Innert kür­zes­ter Zeit ver­brei­te­te sich die­se von Hand geschrie­be­ne Mel­dung in den japa­ni­schen Medi­en. Stu­dio Ghi­b­li liess spä­ter ver­lau­ten, dass Hayao Miya­za­ki «ein ehr­li­ches Emp­fin­den» zum Aus­druck brin­gen woll­te. Sei­ne Ange­stell­ten setz­ten die­se For­de­rung schliess­lich auf krea­ti­ve Art in die Tat um.

Bereits Ende März äus­sers­te sich Miya­za­ki anläss­lich einer Pres­se­kon­fe­renz zum Ghi­b­li-Film Koku­ri­ko­z­a­ka kara zur Drei­fach-Kata­stro­phe in Japan. Dabei drückt er sei­nen Dank gegen­über den Ret­tungs­ar­bei­tern im hava­rier­ten Atom­kraft­werk von Fuku­shi­ma aus. Auch wenn sein Land zahl­rei­che Schwie­rig­kei­ten und Tra­gö­di­en erlebt habe, sei es die Anstren­gung wert, noch ein­mal Japan zu einer schö­nen Insel zu machen, füg­te er hinzu.

Die gros­se Karriere

Hayao Miya­za­kis Stel­lung­nah­me über­rascht nicht. In den Ani­me-Wer­ken des preis­ge­krön­ten Regis­seurs nimmt die Natur stets gros­sen Platz ein, wie im 1997er Film Prin­zes­sin Monono­ke, in dem die Umwelt­zer­stö­rung the­ma­ti­siert wurde.

Miya­za­ki geniesst seit den 1980er-Jah­ren bereits Kult­sta­tus. Der end­gül­ti­ge inter­na­tio­na­le Durch­bruch gelang ihm mit dem 2003 oscar-prä­mier­ten Film Chi­hi­ros Rei­se ins Zau­ber­land. Zusam­men mit Isao Taka­ha­ta grün­de­te er 1984 das Stu­dio Ghi­b­li. Inzwi­schen ist auch sein Sohn Goro als Regis­seur für die Pro­duk­ti­ons­stät­te tätig.

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