Das Ende des Tepco-Klubs

Wikimedia/​K. F.Sta­di­on mit Strom: Die ehe­ma­li­ge Heim­stät­te der Tep­co Mare­e­ze ist heu­te ein Haupt­quar­tier für die Rettungsarbeiten.

Bereits im März zog sich Tep­co Mare­e­ze nach dem Tsu­na­mi und der dar­auf fol­gen­den AKW-Kata­stro­phe einst­wei­lig aus der höchs­ten Fuss­ball­li­ga zurück. Nun hat der Pro­fi-Frau­en­fuss­ball­klub Tep­co Mare­e­ze offi­zi­ell alle sei­ne Akti­vi­tä­ten eingestellt.

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Dies gab Tep­co, der Strom­pro­du­zent und Betrei­ber des hava­rier­ten AKW Fuku­shi­ma, an einer Pres­se­kon­fe­renz bekannt. Damit kön­nen die ver­blie­be­nen Spie­le­rin­nen des Klubs nun ohne Vor­be­din­gun­gen einen neu­en Klub suchen.

Die gros­se Heimstätte

Die Heim­stät­te des Klubs, das J-Vil­la­ge, wur­de zum Wohn­quar­tier für die Ret­tungs­ar­bei­ter umfunk­tio­niert. Das in Hiro­no und Nar­a­ha gele­ge­ne Sport- und Aus­bil­dungs­zen­trum, inklu­si­ve Hotel und Kon­gress­hal­le, wur­de 1997 von Ener­gie­pro­du­zent Tep­co finanziert.

Bis zur Kata­stro­phe vom 11. März war es auch als gröss­tes Sport­zen­trum des Lan­des das Trai­nings­quar­tier der japa­ni­schen Fuss­ball­na­tio­nal­teams. Gleich­zei­tig sorg­te der AKW-Betrei­ber mit Infra­struk­tur­pro­jek­ten die­ser Art für Good­will in der Bevölkerung.

Das Aus­hän­ge­schild

Heu­te sind noch 15 der ursprüng­lich 26 Spie­le­rin­nen bei Tep­co Mare­e­ze unter Ver­trag. Vie­le von ihnen arbei­te­ten halb­tags beim hava­rier­ten AKW-Fuku­shi­ma. So auch Aya Sameshi­ma, die den Klub bereits Ende März in Rich­tung USA ver­liess, um weni­ge Mona­te spä­ter den Welt­meis­ter­ti­tel mit der Natio­nal­mann­schaft zu holen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Als Fol­ge des Erfolgs des Nades­hi­ko-Teams hat die Liga einen bis­lang unbe­kann­ten Boom erlebt. Für Tep­co Mare­e­ze ist mit der AKW-Kata­stro­phe das vor­zei­ti­ge Ende gekom­men. Der Strom­pro­du­zent will die Hoff­nung den­noch nicht ganz aufgeben.

Man wer­de die Mann­schaft reak­ti­vie­ren, sobald der Wie­der­auf­bau in Fuku­shi­ma voll­bracht sei. Ange­sichts der über­wäl­ti­gen­den Pro­ble­me wird dies nicht auf abseh­ba­re Dau­er geschehen.

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