flickr/​Alex­RanNoch eine Sel­ten­heit: Der Seg­way in Japan.

Tsuku­ba Sci­ence City ist das Sili­con Val­ley Japans. 50 Kilo­me­ter nord­öst­lich von Tokio gele­gen hat die Regie­rung ab den 1960er-Jah­ren im Zen­trum der Stadt Tsuku­ba ein For­schungs­zen­trum aus dem Boden gestampft.

Über 40 staat­li­che Wis­sen­schafts- und Aus­bil­dungs­stät­ten sind hier ver­eint, rund 19’000 Wis­sen­schaft­ler und damit rund 40 Pro­zent der natio­na­len For­schungs­in­sti­tu­te sind hier tag­täg­lich am Werk.

Tsuku­ba Sci­ence City gilt heu­te als eine der moderns­ten und grüns­ten Städ­te Japans. Und damit dies so bleibt, hat die Stadt die Nut­zung des elek­tro­nisch ange­trie­be­nen Ein­per­so­nen-Trans­port­mit­tels Seg­way auf den Geh­stei­gen des For­schungs­zen­trums erlaubt.

Seg­way für die Angestellten

Das ist ein Novum in Japan. Bis­lang wur­de der Seg­way ein­zig auf Aus­stel­lungs­ge­län­den geführ­ten Tou­ren ver­wen­det. Als zu eng gal­ten bis­lang die Stras­sen­ver­hält­nis­se in Japan für das öko­lo­gi­sche Gefährt. Geht es aber nach der Stadt­ver­wal­tung von Tsuku­ba soll das Trans­port­mit­tel das Pen­del­ver­hal­ten der Men­schen verändern.

Hier­für hat sie eine Test­pha­se mit 9 ihrer Ange­stell­ten gestar­tet. Anstatt mit dem Auto zur Arbeit zu fah­ren, wird ihnen beim Bahn­hof der For­schungs­stadt ein Seg­way zur Ver­fü­gung gestellt, mit dem sie direkt zu ihrem rund 500 Meter ent­fern­ten Arbeits­platz fah­ren dür­fen. Die erlaub­te Maxi­mal­ge­schwin­dig­keit beträgt 10 Stundenkilometer.

Öko-Pen­deln auf Japanisch

Öko-Pen­deln nennt sich das in Tsuku­ba. So hofft die Stadt dank Ver­zicht auf das Pri­vat­au­to den CO2-Aus­stoss redu­zie­ren zu kön­nen. Gleich­zei­tig will Tsuku­ba mit dem Seg­way sei­nen Ruf als grü­ne Stadt der Zukunft unter­mau­ern. Bis Ende Okto­ber wird die Test­pha­se andauern.