flickr/​spark­le glowp­lugFrüch­te in einem japa­ni­schen Supermarkt.

Noch immer stösst das hava­rier­te AKW Fuku­shi­ma 1 Strah­lung aus. So misst die Prä­fek­tur Fuku­shi­ma bis zum heu­ti­gen Tag eine höhe­re Radio­ak­ti­vi­tät in der Luft. Obwohl die Strah­len­wer­te in den Nach­barsprä­fek­tu­ren wie­der auf ein Nor­mal­ni­veau gesun­ken sind, hält die Sor­ge in der Bevöl­ke­rung die­ser Regio­nen an.

Gera­de bei den Lebens­mit­teln herrscht bei vie­len Eltern eine gewis­se Unsi­cher­heit vor. Und auch Lebens­mit­tel­ver­käu­fer müs­sen um das Ver­trau­en ihrer Kun­den wer­ben (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Der 47-jäh­ri­ge Infor­ma­ti­ker Moto­hi­ro Taka­matsu aus Kashi­wa in der Prä­fek­tur Chi­ba bei Tokio mach­te sich nach dem AKW-Unfall eben­falls Sor­gen um sei­ne 2 noch jun­gen Töch­ter. Aus die­sem Grund erwarb er sich, anstatt ein Auto, ein deut­sches Strah­len­mess­ge­rät für 1 Mil­li­on Yen (9730 Euro), um sei­ne Kin­der zu schüt­zen, wie die Mai­ni­chi Shim­bun berichtet.

Mess­sta­ti­on für jedermann

Dar­aus ent­stand schliess­lich eine Geschäfts­idee. Im Beku­mi­ru-Kom­plex beim Bahn­hof Kashi­wa hat Taka­matsu seit kur­zem ein Büro eröff­net, in dem Pri­vat­per­so­nen und Unter­neh­men selb­stän­dig ihre Lebens­mit­tel auf Strah­lung mes­sen können.

Die Kos­ten belau­fen sich zwi­schen 980 bis 3980 Yen. Das ist bedeu­tend weni­ger als in ande­ren Insti­tu­ten, wo der Mini­mal­preis bei 7000 Yen liegt. Taka­matsu geht es bei die­sem Pro­jekt dar­um, den Eltern und den Kin­dern in der Regi­on ein Gefühl der Sicher­heit zu ver­mit­teln, wie er der Mai­ni­chi Shim­bun sagt.

Alle 10 Minu­ten aktualisiert

In der Prä­fek­tur Fuku­shi­ma selbst müs­sen der­weil grös­se­re Anstren­gun­gen unter­nom­men wer­den, um die Sicher­heit der Ein­woh­ner und ihrer Kin­der zu garan­tie­ren. Das Bil­dungs- und For­schungs­mi­nis­te­ri­um baut der­zeit ein flä­chen­de­cken­des Mess­sys­tem auf, das die Strah­len­wer­te alle 10 Minu­ten im Inter­net aktualisiert.

An ins­ge­samt 600 Orten in der Prä­fek­tur Fuku­shi­ma, davon 480 Schu­len, wer­den zur­zeit gemäs­se der Nach­rich­ten­agen­tur Jiji Dosi­me­ter instal­liert. Bis Ende Jahr sol­len ins­ge­samt 2700 die­ser Mess­ge­rä­te in der gan­zen Regi­on auf­ge­stellt werden.