Jean Reno ist Doraemon

Der fran­zö­si­sche Dora­e­mon: Jean Reno in sei­ner bis­lang unge­wöhn­lichs­ten Rol­le. Screen­shot: You­tube, autoxp016, Toyota

Dora­e­mon ist in Asi­en schon längst ein Klas­si­ker. Die Man­ga-Geschich­te der blau­en Robo­ter­kat­ze, die dem toll­pat­schi­gen Schul­jun­gen Nobita Nobi zur Sei­te steht, wur­de 1970 durch das japa­ni­sche Künst­ler­team Fuji­ko Fujio erschaf­fen und geniesst bis heu­te in Form von Man­ga und Ani­me gene­ra­tio­nen­über­grei­fend gröss­te Popu­la­ri­tät (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Doch an eine Ver­fil­mung die­ses Stücks hat­te noch nie­mand gedacht – bis jetzt. Der Auto­her­stel­ler Toyo­ta hat für eine mehr­tei­li­ge Wer­be­se­rie den Ver­such gewagt und dabei die Zeit etwas vorgespult.

Aus den Prot­ago­nis­ten sind 30-jäh­ri­ge Erwach­se­ne gewor­den, geän­dert hat sich jedoch wenig. Noch immer ver­sucht der unbe­hol­fe­ne Nobita, inzwi­schen ein Sala­ry­man, die hüb­sche Shi­zu­ka für sich zu gewin­nen, wäh­rend der Prah­ler Suneo und der Tyrann Jyian ihm das Leben schwer machen.

War­ten auf Doraemon

Im ers­ten Teil erfährt der Zuschau­er, wie der Sala­ry­man Nobita vom stol­zen Auto­be­sit­zer Jiyan nach Hau­se gefah­ren wer­den muss. «Nobi Nobita, auch mit 30 Jah­ren noch immer Sin­gle», heisst es im Off. Der ehe­ma­li­ge Wrest­ler Naoya Oga­wa durf­te dar­in den bösen Jyian spie­len, was ihm offen­bar nicht schwer fiel. «Wäh­rend mei­ner Schul­zeit wur­de ich oft Jyian genannt», gesteht er in einem Inter­view mit Jiji Press.

Ver­geb­lich war­te­te der neu­gie­ri­ge Beob­ach­ter auf einen Auf­tritt von Dora­e­mon. Die Fra­ge, auf wen die Rol­le der blau­en Robo­ter­kat­ze am bes­ten geschnei­dert sein könn­te, blieb damit unbeantwortet.

Jean Renos Auftritt

Mit der gest­ri­gen Pre­mie­re des zwei­ten Wer­be­teils ist das Rät­sel gelüf­tet. Nie­mand gerin­ge­rem als dem fran­zö­si­schen Star­schau­spie­ler Jean Reno wur­de die­se Ehre zuteil.

Wie im Man­ga schlüpft Reno in der Figur des Dora­e­mons aus der Schub­la­de von Nobitas Tisch. Der gross gewach­se­ne Schau­spie­ler trägt einen blau-weis­sen Anzug, selbst das Hals­band und ein am Hin­tern befes­tig­ter Schwanz feh­len nicht.

«Gib mir ein Auto», fleht ihn der ver­zwei­fel­te Nobita an. Die schö­ne Shi­zu­ka hat­te ihn zuvor für den stol­zen Toyo­ta-Besit­zer Suneo sit­zen gelas­sen, um zur Gei­gen­stun­de gefah­ren zu wer­den. «Das darf ich nicht», ist die küh­le japa­ni­sche Ant­wort von Jean Reno ali­as Dora­e­mon. «Wes­halb?», fragt Nobita. Dora­e­mons Ant­wort: «Du besitzt doch gar kei­nen Führerschein.»

Noch darf Nobita aber auf ein Hap­py­end hof­fen. Der drit­te und letz­te Teil der etwas unge­wöhn­li­chen Wer­be­se­rie soll schon bald folgen.

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