Eine gross­ar­ti­ge Beziehung

flickr/​DVIDS­HUBErs­te Hil­fe: Ein US-Sol­dat im Tsu­na­mi-Gebiet am 21. März 2011.

Die Bezie­hung zwi­schen Japan und den USA hat­te ihre Höhen und Tie­fen. Doch das Kata­stro­phen­jahr scheint eini­ges in der Ein­stel­lung der Japa­ner zu ihrem Sicher­heits­part­ner ver­än­dert zu haben. Denn gleich 82 Pro­zent sind den USA grund­sätz­lich freund­lich gesinnt. Das ist eine Stei­ge­rung um 2 Pro­zent und damit ein Rekord­wert seit Beginn der Umfra­ge 1978, wie NHK News berichtet.

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Als Grund für die­se gestie­ge­ne Zunei­gung wird die schnel­le Hilfs­leis­tung der US-Trup­pen nach dem Tsu­na­mi ange­se­hen. Im Zuge der Ope­ra­ti­on Tomo­da­chi (Freund) ent­sand­ten die USA in jenen kri­ti­schen Tagen im März gleich 18’000 Sol­da­ten, 140 Flug­zeu­ge und 15 Schif­fe für die Hilfs­ak­ti­on in die Krisenregion.

Ihr Meis­ter­stück lie­fer­ten die USA am über­flu­te­ten Flug­ha­fen von Sen­dai ab. Nur weni­ge Tage nach dem Tsu­na­mi begann eine US-Spe­zi­al­ein­heit die Lan­de­bahn von den Trüm­mern zu befrei­en. Innert weni­ger Tage war der Flug­ha­fen für die wich­ti­gen Hilfs­lie­fe­run­gen wie­der eröff­net und wur­de somit zu einer Lebens­ader für eine gan­ze Regi­on. Heu­te ist der Flug­ha­fen Sen­dai wie­der voll in Betrieb (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Chi­na steht schlech­ter da

Der gros­se Nach­bar Chi­na muss der­weil an sei­nem Image in Japan noch arbei­ten. Ledig­lich 26,3 Pro­zent der Japa­ner sind dem Reich der Mit­te freund­lich gesinnt. Dies ent­spricht immer­hin einer Stei­ge­rung von 6 Pro­zent zum letz­ten Jahr. Das ist doch eine klei­ne Über­ra­schung, wenn man bedenkt, dass nach dem Kon­flikt um das chi­ne­si­sche Fischer­boot in den umstrit­te­nen Gewäs­sern der Sen­ka­ku-Inseln die Bezie­hun­gen auf einem zwi­schen­zeit­li­chen Tief­punkt ange­langt waren (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Auch hier hat wohl das Mit­ge­fühl und die Unter­stüt­zung Chi­nas nach der Tsu­na­mi-Kata­stro­phe zum Mei­nungs­um­schwung bei einem Teil der Japa­ner dazu beigetragen.

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