Nord­ko­reas Computerwelt

flickr/​kwrammSchö­ne Com­pu­ter­welt in Nordkorea.

Nord­ko­rea scheint hung­rig nach Elek­tro­nik­wa­re aus Japan zu sein. Lee Sun­gi, Prä­si­dent des japa­ni­schen Second­hand-Com­pu­ter­ver­käufs­ge­schäft Popura-Tec, ist wegen ille­ga­len Han­dels mit Nord­ko­rea ver­haf­tet wor­den. Er soll gemäss der Yomi­uri Shim­bun seit 2008 über 4000 Lap­tops, Com­pu­ter und Bild­schir­me nach Pjöng­jang ver­kauft haben.

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Über einen nord­ko­rea­ni­scher Mit­tels­mann in Chi­na lief der Deal mit Popura-Tec ab. Lee expor­tier­te die Com­pu­ter über die chi­ne­si­schen Stadt Dali­an nach Nord­ko­rea ohne dabei die not­wen­di­ge Ein­wil­li­gung des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums einzuholen.

Der Mit­tels­mann hat­te Prä­si­dent Lee gesagt, dass in Nord­ko­rea über 1000 Com­pu­ter pro Monat abge­setzt wür­den. Vie­le die­ser Waren wer­den über den Schwarz­markt für 200 bis 300 Dol­lar ver­kauft. Kaum jemand in Nord­ko­rea kann sich jedoch die­se teu­ren Waren leis­ten. Die japa­ni­schen Second­hand-Com­pu­ter lan­den am Ende in den Hän­den der ver­mö­gen­den Par­tei­ka­der. Lee Sun­gi droht nun eine Geld­stra­fe von bis zu 2 Mil­lio­nen Yen (20’000 Euro) oder eine Haft­stra­fe über 5 Jahre.

3G in Nordkorea

Die japa­ni­sche Regie­rung hat­te 2009 ein gene­rel­les Export­ver­bot nach Nord­ko­rea ver­hängt, nach­dem das iso­lier­te Land einen Atom­test durch­ge­führt hat­te. Bereits drei Jah­re zuvor wur­de der Han­del von Luxus­gü­tern mit Pjöng­jang unter­sagt. Nord­ko­rea wei­gert sich seit Jah­ren bei den unge­klär­ten Ent­füh­rungs­fäl­len von Japa­nern in den 1980er-Jah­ren zu koope­rie­ren (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Trotz der schwie­ri­gen Umstän­de ver­sucht Nord­ko­rea seit ein paar Jah­ren eine tech­ni­sche Moder­ni­sie­rung ein­zu­lei­ten. Das ägyp­ti­sche Tele­kom­un­ter­neh­men Oras­com unter­hält seit 2008 in Part­ner­schaft mit dem nord­ko­rea­nisch-staat­li­chen Kon­zern Koryo­link ein 3G-Han­dy­netz­werk in Nord­ko­rea (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Inner­halb von 3 Jah­ren ist die Zahl der Nut­zer auf über 1 Mil­li­on gestie­gen, wie der süd­ko­rea­ni­sche Korean Herald berichtet.

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