Ein Jahr danach

flickr/​DVIDSHUBEin japa­ni­scher Feu­er­wehr­mann kurz nach der Tsunami-Katastrophe.

Am Tag des Jah­res­ta­ges der Tsu­na­mi sind unse­re Gedan­ken bei allen Opfern der Drei­fach­ka­ta­stro­phe. Fast 19’000 Men­schen sind am 11. März 2011 ums Leben gekom­men, hun­dert­tau­sen­de von Tra­gö­di­en dadurch ent­stan­den. All die­se Schick­sa­le dür­fen nicht Ver­ges­sen­heit gera­ten. Wir haben es uns zur Auf­ga­be gemacht, nicht nur an einem Gedenk­tag, son­dern fort­lau­fend über die Fol­gen der Kata­stro­phe und den Stand des Wie­der­auf­baus in Japan zu berich­ten. Auch in Zukunft wer­den wir die­sen Fokus nicht aus den Augen ver­lie­ren. Herz­lichst, die Redak­ti­on von Asienspiegel.

Juni 2020 – Die­ser Blog kann ohne die Unter­stüt­zung der Leser nicht über­le­ben. Mit einem frei­wil­li­gen Abo tra­gen Sie dazu bei, dass die­ses täg­li­che Stück Japan auch nach 11 Jah­ren wei­ter­exis­tiert – unab­hän­gig, kos­ten­los und frei von Goog­­le-Wer­bun­­gen. Herz­li­chen Dank! Ich blei­be täg­lich dran, bis die­se Kri­se über­stan­den ist und dar­über hinaus.

Alle Welt redet heu­te über Fuku­shi­ma. Die Nukle­ar­ka­ta­stro­phe hat sich in den Köp­fen ein­ge­brannt. Dabei geht im Aus­land zu oft die huma­ni­tä­re Tra­gö­die des Tsu­na­mi ver­ges­sen, der am 11. März 2011 auf einer Län­ge von fast 450 Kilo­me­tern im Nord­os­ten Japans mit vol­ler Wucht ein­schlug. Kei­ne ande­re Natur­ka­ta­stro­phe in der japa­ni­schen Nach­kriegs­ge­schich­te hat mehr Men­schen das Leben gekostet.

Nach aktu­el­lem Stand sind am 11. März 2011 und in den Tagen dar­auf min­des­tens 15’854 Per­so­nen gestor­ben, 3151 wer­den bis heu­te offi­zi­ell ver­misst. Kei­ne von ihnen wird den Tsu­na­mi über­lebt haben. Die Suche nach den sterb­li­chen Über­res­ten hält bis heu­te an (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Seit letz­tem Okto­ber wur­den nur noch 39 Lei­chen gefunden.

Vie­le der Ange­hö­ri­gen haben sich mit dem Schick­sal abge­fun­den, dass ihre Liebs­ten nie mehr zurück­keh­ren wer­den. Wie die Mai­ni­chi Shim­bun recher­chiert hat, wur­de für 90 Pro­zent der offi­zi­ell Ver­miss­ten inzwi­schen eine Todes­be­stä­ti­gung der Lokal­be­hör­den aus­ge­stellt. Die­se ist not­wen­dig, damit über­haupt über das Erbe des Ver­stor­be­nen ver­fügt wer­den kann. Für die Ange­hö­ri­gen geht es mit einer Bestä­ti­gung vor allem dar­um, abzuschliessen.

Kom­pli­zier­te Rechtslage

In Japan dür­fen Ver­miss­te erst nach über einem Jahr für tot erklärt wer­den. Das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um hat die­se Ver­ord­nung nach der Kata­stro­phe jedoch gelo­ckert. Für die Behör­den reicht es aus, wenn die Ange­hö­ri­gen stich­hal­ti­ge Hin­wei­se über das Ver­schwin­den der ver­miss­ten Per­son dar­le­gen können.

Dies hat dazu geführt, dass rund 2680 der 3151 Ver­miss­ten von den Lokal­be­hör­den inzwi­schen für tot erklärt wur­den. Die offi­zi­el­le Sta­tis­tik hält jedoch an deren Ver­miss­ten­sta­tus wei­ter fest.

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