Eigent­lich war die Rei­se für Tho­mas Köh­ler am 31. Dezem­ber 2011 mit der Ankunft in Kapa Sata zu Ende gegan­gen. 2900 Kilo­me­ter hat­te er zu Fuss durch Japan zurück­ge­legt. «Damit ging ein schö­nes Aben­teu­er zu Ende», erin­nert sich Tho­mas Köh­ler an jene Zeit. «Das Datum war per­fekt. Es war der letz­te Tag die­ses tra­gi­schen Jah­res für Japan. Ich war am süd­lichs­ten Punkt von Kyus­hu ange­kom­men. Es ging dar­um, gemein­sam mit den Men­schen in Japan unbe­las­tet und mit neu­er Fri­sche ins Jahr 2012 zu steigen.»

Köh­ler leg­te sei­nen Hut, sei­nen Ruck­sack und sei­ne Schu­he nach 5 Mona­ten inten­si­ver, inspi­rie­ren­der Rei­se ab. In sei­ner Woh­nung in der Schweiz lagen sie in den letz­ten Wochen. Dort soll­ten sie auch blei­ben. «Die Sachen haben viel durch­ge­macht, die sind inzwi­schen muse­ums­reif», meint Köh­ler dazu lachend. Doch bevor es so weit kommt, wird Tho­mas Köh­ler die Ori­gi­nal­mon­tur sei­ner Rei­se noch ein letz­tes Mal anziehen.

Am 11. März, dem Jah­res­tag der Erd­be­ben­ka­ta­stro­phe in Japan, wird Tho­mas Köh­ler sei­nen letz­ten Marsch lau­fen. Die­ses Mal durch Zürich, vom Haupt­bahn­hof bis ins See­feld, wo ein Cha­ri­ty-Bazar für Japan statt­fin­den wird. «Es war ein Her­zens­ent­scheid, den ich vor 2 Wochen gefällt hat­te», erklärt Köh­ler die Akti­on. Fami­lie und Freun­de hat­ten ihn dazu ermutigt.

Foto: Nega­ti­venot­hingImmer noch unter­wegs: Tho­mas Köh­ler geht mor­gen Sonn­tag durch Zürich.

Ein Gedenk­marsch

«Ein letz­tes Mal möch­te ich mit Hut und Gepäck für Japan gehen und mich bei die­ser Gele­gen­heit bei all den Men­schen bedan­ken, die mich im letz­ten Jahr aus der Fer­ne unter­stützt hat­ten.» Um 13 Uhr wird der Start am Treff­punkt in der Hal­le des Haupt­bahn­hofs Zürich sein. Köh­ler hofft, dass mög­lichst vie­le Men­schen bei sei­ner kur­zen Rei­se durch Zürich teil­neh­men. «Alle von jung bis alt sind herz­lichst eingeladen.»

Der Marsch durch Zürich soll in Geden­ken an die unzäh­li­gen Opfer der Tsu­na­mi-Kata­stro­phe statt­fin­den. «Die­se Men­schen dür­fen nicht in Ver­ges­sen­heit gera­ten», sagt Tho­mas Köh­ler. Zugleich gehe es ihm dar­um, ein sym­bo­li­sches Zei­chen zu set­zen. «Mit Japan gehen wir gemein­sam einen neu­en Weg in die Zukunft.»

Ein Film­team ist dabei

Die Fil­me­ma­cher von Nega­tiv: nichts – Schritt für Schritt für Japan wer­den eben­falls dabei sein. Über Zu Fuss durch Zürich wird ein fil­mi­scher Kurz­bei­trag ent­ste­hen, der in Japan gezeigt wer­den soll. «In Japan sol­len die Men­schen sehen, dass wir immer noch mit dem Her­zen bei ihnen sind», sagt Tho­mas Köh­ler. Der Fern­seh­sen­der Tele­Zü­ri berich­tet heu­te, am Sams­tag­abend (ab 18 Uhr) exklu­siv vom Pro­jekt Zu Fuss durch Zürich.

Zu Fuss durch Zürich