flickr/​Infra­deptEin pro­vi­so­ri­scher Seven Ele­ven in der Prä­fek­tur Miyagi.

Die Mini­markt-Ket­ten in Japan wur­den durch den Tsu­na­mi vom 11. März 2011 hart getrof­fen. Weit über 1000 Able­ger im Nord­os­ten des Lan­des muss­ten kurz nach der Kata­stro­phe schlies­sen. Allei­ne Seven Ele­ven muss­te laut Asahi Shim­bun damals 600 sei­ner 900 Mini­märk­te im Kri­sen­ge­biet tem­po­rär auf­ge­ben. Die Aus­sich­ten für das Geschäfts­jahr 2011 schie­nen ent­spre­chend düster.

Das Gegen­teil ist jedoch ein­ge­trof­fen. Die gröss­ten Mini­mark-Ket­ten Seven Ele­ven, Law­son und Fami­ly Mart haben im letz­ten Jahr Rekord­um­sät­ze ein­ge­fah­ren. Seven Ele­ven hat in sei­nen über 13’000 Able­gern mit 37 Mil­li­ar­den Dol­lar gar einen his­to­ri­schen Rekord im japa­ni­schen Ein­zel­han­del erzielt.

Der Erfolg dahin­ter liegt im Dis­tri­bu­ti­ons­sys­tem, wie das Wall Street Jour­nal aus­führt. Die Mini­märk­te ver­fü­gen über ein lan­des­wei­tes Netz an Pro­duk­ti­ons­stät­ten. Als nach dem Tsu­na­mi im Nord­os­ten 41 Fabri­ken von Seven Ele­ven schlies­sen muss­ten, griff der Kon­zern kur­zer­hand auf sei­ne ver­blei­ben­den 128 Fabri­ken im Rest des Lan­des zurück. Lebens­wich­ti­ge Fer­tig­ge­rich­te wur­den sofort Rich­tung Nord­os­ten umgeleitet.

Grös­se­re Flexibilität

Inner­halb eines Monats war der Lager­be­stand im Kri­sen­ge­biet wie­der auf Nor­mal­ni­veau. Im Ver­gleich zu den gros­sen Super­märk­ten haben sich die 24 Stun­den geöff­ne­ten Mini­märk­te gera­de bei der Dis­tri­bu­ti­on fle­xi­bler gezeigt. Zudem kom­men die Wie­der­eröff­nun­gen dank pro­vi­so­ri­scher Bau­ten zügig voran.

Auch den Eva­ku­ier­ten in den abge­le­ge­nen Wohn­con­tai­nern haben die Mini­märk­te etwas zu bie­ten. Prak­tisch alle Ket­ten haben für sie mobi­le Last­wa­gen mit inte­grier­ten Läden eingeführt.