flickr/​maleh­mannAuch auf die­sem Kopf könn­ten der­einst wie­der Haa­re wachsen.

Nie wie­der eine Glat­ze. Die­sem Traum sind Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät Tokio näher gekom­men. Ihnen ist es gelun­gen, einer von Geburt aus unbe­haar­ten Maus Haa­re wach­sen zu las­sen. Das Team um Pro­fes­sor Taka­shi Tsu­ji hat dem Säu­ge­tier aus Stamm­zel­len gewon­ne­ne Haar­fol­li­kel eingepflanzt.

Inner­halb weni­ger Tage wuch­sen der Maus 3 bis 5 Mil­li­me­ter lan­ge Haa­re, die exakt denen der Spen­der­maus ent­spra­chen (sie­he das ent­spre­chen­de You­tube-Video unten). Auch der Nach­wuchs­zy­klus rege­nier­te sich mit die­ser Metho­de erfolg­reich: Neue Haa­re wuch­sen nach, wenn alte ausfielen.

Bei rund 70 Pro­zent der getes­te­ten Mäu­se sprach das Expe­ri­ment an. Die Ergeb­nis­se des Expe­ri­ments wur­den im Online-Wis­sen­schafts­ma­ga­zin Natu­re Com­mu­ni­ca­ti­ons aus­führ­lich beschrieben.

Noch nicht am Ziel

Die For­schungs­er­geb­nis­se sind ein Hoff­nungs­schim­mer für alle Men­schen mit einer gene­tisch beding­ten Glat­ze. Die Wis­sen­schaft­ler glau­ben, dass die Stamm­zel­len­be­hand­lung auch bei Men­schen anspre­chen würde.

Man sei jedoch erst am Anfang, heisst es. Noch sei­en zahl­rei­che Expe­ri­men­te not­wen­dig, um der mensch­li­chen Glat­ze wie­der Haa­re her­bei zu zau­bern. Pro­fes­sor Tsu­ji rech­net mit min­des­tens 10 wei­te­ren Jah­ren For­schung, bis eine wirk­sa­me Anti-Glat­zen-Behand­lung markt­reif ist.