Der Fuji in Bewegung

flickr/​Jun’s Fho­toJapans Wahr­zei­chen: Der Fuji.

Seit dem gros­sen Erd­be­ben vom 11. März 2011 erfah­ren die Seis­mo­lo­gen eine neue media­le Auf­merk­sam­keit. Ihre neu­en Erd­kennt­nis­se über Erd­be­ben- und Tsu­na­migefah­ren erschei­nen mitt­ler­wei­le fast wöchent­lich in den Zei­tun­gen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Nun scheint offen­bar auch Japans Natur­wahr­zei­chen schlecht­hin nicht immer im sel­ben Zustand zu bleiben.

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Wie For­scher des Seis­mo­lo­gi­schen Insti­tuts der Uni­ver­si­tät Tokio anhand von Erd­be­ben­si­mu­la­tio­nen her­aus­ge­fun­den haben, liegt Japans höchs­ter Berg, der Fuji, in einer Ver­wer­fung, die bis zu 30 Kilo­me­ter lang ist und von der Ober­flä­che bis zu 5 Kilo­me­ter in die Tie­fe reicht.

Die Ver­wer­fungs­zo­ne rund 100 Kilo­me­ter von Tokio ent­fernt sei somit viel grös­ser als bis­lang ange­nom­men. Soll­te die­ses Gebiet tat­säch­lich in Bewe­gung gera­ten, könn­te dies ein stär­ke­res Erd­be­ben aus­lö­sen. Um die tat­säch­li­che seis­mi­sche Akti­vi­tät die­ser Ver­wer­fung her­aus­zu­fin­den, sei­en jedoch wei­te­re Unter­su­chun­gen notwendig.

Ein Kol­laps des Fuji?

Ein Erd­be­ben in die­ser Zone könn­te den Fuji arg in Mit­lei­den­schaft zie­hen und für die umlie­gen­den Gebie­te unab­seh­ba­re Fol­gen haben. Das soge­nann­te Phä­no­men des Sek­to­ren­kol­lap­ses soll auf dem berühm­tes­ten Vul­kan der Welt schon 5 Mal auf­ge­tre­ten sein, wie die Asahi Shim­bun berich­tet. Zuletzt war dies vor 2600 bis 2900 Jah­ren der Fall. Damals sei es zu mas­si­ven Schlamm­la­wi­nen gekommen.

Die Prä­fek­tu­ren Shi­zuoka und Yama­nahi, an deren Gren­ze der Fuji liegt, sind ohne­hin die seis­mo­lo­gisch aktivs­ten Gebie­te des Lan­des. Der 3776 Meter hohe Fuji ist der tou­ris­ti­sche Anzie­hungs­punkt der Regi­on (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Zahl­rei­che Ukiyo-e-Meis­ter haben den Berg künst­le­risch ver­ewigt. Der noch immer akti­ve Vul­kan brach das letz­te Mal im Dezem­ber 1707 aus und dau­er­te gan­ze 2 Wochen.

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