flickr/​PYON­KOBald schon online: In einer ANA-Maschine.

Wer künf­tig ANA fliegt, wird nicht mehr auf das Inter­net ver­zich­ten müs­sen. Die japa­ni­sche Air­line rüs­tet ihre gesam­te Lang­stre­cken­flot­te mit einem Wifi-Sys­tem auf. Ab Juli 2013 wer­den die ers­ten Pas­sa­gie­re selbst hoch im Him­mel online sein. Laut ANA wer­den zuerst die B777-300ER und die B767-300ER tech­nisch zurecht­ge­macht. Spä­ter folgt das Flagg­schiff, der Dream­li­ner B787 (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Den Auf­trag über 1 Mil­li­on Yen hat die Gen­fer Fir­ma OnAir erhal­ten. Das Nach­se­hen hat­te der japa­ni­sche Kon­kur­rent Pana­so­nic Avio­nics. Das Unter­neh­men mit Schwei­zer Haupt­sitz gilt als Markt­füh­rer auf dem Markt für Inflight-Wifi. Die ers­te Flug­ge­sell­schaft, die in den Genuss die­ses Sys­tems kam, war Oman Air im Jahr 2010, spä­ter folg­te Qan­tas. Auch in den A380-Jum­bos von Sin­g­a­po­re Air­lines wer­den die Pas­sa­gie­re schon bald mit OnAir online gehen können.

Im Gegen­satz zum japa­ni­schen Kon­kur­ren­ten bie­tet OnAir tie­fe­re Band­brei­ten an. Für ANA scheint dies jedoch aus­zu­rei­chen, da sich die meis­ten Pas­sa­gie­re beim Inter­net­sur­fen im Flie­ger ohne­hin auf E-Mails, sozia­le Netz­wer­ke und ande­re text­ba­sier­te Anwen­dun­gen fokus­sie­ren, so der Medi­en­spre­cher gegen­über dem Wall Street Jour­nal.

Tech­ni­scher Sprung

Inflight-Wifi hat­te in den letz­ten Jah­ren fast aus­schliess­lich auf Kon­ti­nen­tal­flü­gen, spe­zi­ell in den USA, Ein­gang gefun­den. Das hat­te tech­ni­sche Grün­de. Über Funk­ver­bin­dun­gen mit ver­schie­de­nen Boden­sta­tio­nen wur­de bis­lang ein Inter­net­zu­gang ermöglicht.

OnAir und Pana­so­nic Avio­nics set­zen hin­ge­gen auf eine Ver­bin­dung mit Satel­li­ten und garan­tie­ren damit auch über dem Oze­an bes­ten Emp­fang. Neben­bei hat ein sol­ches Sys­tem den Vor­teil, schnel­ler und leis­tungs­fä­hi­ger zu sein. Luft­han­sa war übri­gens eine der ers­ten Flug­ge­sell­schaf­ten mit einem Inter­net­an­ge­bot auf Überseestrecken.

Kein kos­ten­lo­ses Vergnügen

ANA wird den Wifi-Dienst aus­schliess­lich auf Lang­stre­cken­flü­gen anbie­ten. Für Inland­flü­ge loh­ne sich der Auf­wand auf­grund der kur­zen Stre­cken nicht. Kos­ten­los wird die­se neue Dienst­leis­tung von ANA nicht sein. Noch sind die Prei­se fürs Sur­fen im Him­mel nicht fest­ge­legt. Wirk­lich bil­lig wird die­ses Ver­gnü­gen nicht sein. ANAs japa­ni­scher Kon­kur­ren­ten ver­rät bereits den Preisrahmen.

Die natio­na­le Flug­ge­sell­schaft JAL führt bereits die­sen Som­mer auf aus­ge­wähl­ten Lang­stre­cken­flü­gen einen gebüh­ren­pflich­ti­gen Inter­net­dienst ein, mit Hil­fe von Kon­kur­rent Pana­so­nic Avio­nics. Bis im August wer­den die Flü­ge von und nach New York aus­ge­rüs­tet sein, danach wer­den Chi­ca­go, Los Ange­les und Jakar­ta fol­gen. Die Kos­ten dafür belau­fen sich auf 11.95 US-Dol­lar für eine Stun­de und 21.95 US-Dol­lar für 24 Stun­den, wie Air​port​news​.jp berichtet.